MINI MAK Programm zur Ausstellung "Die Überwindung der Utilität"; Dagobert Peche und die Wiener Werkstätte

Wien (OTS) - Datum:Sonntag, 15.2.1998
1 000 Blumen müssen blühen - auf Papier, Stoff oder Metall

Sonntag, 15.3.1998
Konferenz der Tiere

Sonntag, 19.4.1998

Fantasyland - aus Menschen werden Bäume, aus Lustern wachsen Blüten, von Kästen hängen Trauben

Zeit:jeweils 11.00 Uhr

Ort:MAK-Ausstellungshalle OG
MAK-Österreichisches Museum für angewandte Kunst Welskirchnerstraße 3, A-1010 Wien

Was macht einen Kasten zu einem Kasten? Warum hängen von diesem Weintrauben und warum schaut ein Kopf aus der Türe? Wann ist ein Luster ein Luster, kann er auch wie ein Blumenstrauß ausschauen? Wann ist ein Tisch, an dem man sich schminkt, ein Toilettetisch und müssen die immer karierte Füße haben? Schaut dieser Rahmen nicht aus wie ein großes Rasenstück und wenn man sich in den SpiEgel schaut glaubt man, man ist in einer Goldwiese.

Wofür ist eine Pyramide aus Papier und ein Kürbis aus Leder? Kann man das silberne Obst wirklich aufmachen? Und wofür ist das silberne Reh auf der Dose oder der goldene Hirsch auf dem Podest?

Soll das Christbaumschmuck sein, woraus wurde er gemacht? Und wer hat diese tollen, bunten Stoffe gekauft? Wurden daraus wirklich Kleider, Blusen und Vorhänge genäht? Da ist der gleiche Stoff auf einem Sessel.

Sind Tapeten immer so bunt und mit Blumen übersät? Manche dieser Blumen schauen aus wie aus dem Garten oder doch nicht? Da ist ja auch wieder die gleiche Blume auf einem Stoff, einer Tapete und auf der Rückenlehne eines Sessels. Ob das wirklich gut ausschaut und zusammenpaßt? Wie muß so ein Zimmer ausgesehen haben oder die Dame, die ein Kleid aus so einem Stoff getragen hat? Oft findet man Puderquasten, hat das eine besondere Bedeutung? Fragen, Fragen und noch viel mehr Fragen kommen einem in den Sinn, wenn man durch die neue Ausstellung im MAK geht.

Aber die wichtigste Frage ist: "Von wem sind alle diese lustigen, erstaunlichen, praktischen und unpraktischen, schönen, aber auch ungewöhnlichen Dinge?" Der Name des Künstlers und Architekten, der sie alle entworfen hat, klingt auch ungewöhnlich - Dagobert Peche. An seinen Zeichnungen kann man ganz deutlich erkennen mit wieviel Phantasie, Witz und Erfindungsgeist er gearbeitet hat. Vielleicht inspirieren Euch seine "Wunderdinge" und Ihr bekommt Lust auch etwas zu zeichnen. Ob es Muster, Möbel oder ganze Tapeten werden sollen, ist Euch überlassen. Wir stellen für Euch die Riesenzeichenwände auf und Ihr könnt Eurer Phantasie freien Lauf lassen.

Phantasievoll sind auch die Namen, die Dagobert Peche seinen Stoff- und Tapetenmustern gegeben hat. Vielleicht könnt Ihr den einen oder anderen Namen erraten und auch eine Erklärung finden, wieso Peche seine Muster Pappelrose, Vergißmeinnicht, Othello, Pierrot, Labyrinth, Spinne, Kardinal, Paradeisgartl, Medina, Tausendblumen, Freudenau, Blumenhorn, Wundervogel oder Semiramis genannt hat? Auch die Bezeichnung Stein, Wasser, Der Spitz oder Claudia, Antinous und Rosenkaveller findet man in der Ausstellung.

Es gibt sehr viel zu entdecken!

Konzept: Gabriele Fablankowitsch

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Dorothea Apovnik
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