AK Tumpel: Kinderbetreuung verbessern

AK fordert Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Wien (OTS) - Mit der neuen Familienförderung werde den
Familien materiell geholfen, erklärt AK Präsident Tumpel. Entscheidend für die Lage der Familien sei aber in erster Linie, daß die Eltern Arbeit mit entsprechenden Einkommen hätten. Daher sei die Einigung über die Kindergartenmilliarde besonders positiv zu bewerten. Mit diesen Mitteln müßten mehr und besser an die Bedürfnisse der berufstätigen Eltern angepaßte Kinderbetreuungsplätze geschaffen werden. Darüberhinaus schlägt Tumpel vor, den Eltern eine bessere Einbindung in den Betrieb während der Karenz und ein Mitgestaltungsrecht bei der Arbeitszeit zu geben, solange sie kleine Kinder zu betreuen hätten. ****

Für viele Familien sei es nach wie vor schwierig bis unmöglich, Beruf und Familie "unter einen Hut zu bringen". Insbesondere für Frauen müssen Bedingungen geschaffen werden, damit sie im Beruf bleiben können. Für Tumpel ist entscheidend, daß Eltern einem Beruf nachgehen können und ein Einkommen haben, von dem Familien auch leben können. Voraussetzung dafür sei die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Als konkrete Maßnahmen für den Einsatz der Kindergartenmilliarde schlägt Tumpel vor
- die bedarfsgerechte Schaffung von ausreichend Kindergartenplätzen,
- die Anpassung der Öffnungszeiten von Kindergärten an die Bedürfnisse der berufstätigen Eltern. Konkret nennt Tumpel den Bedarf an ausreichend Nachmittagsbetreuung in manchen Bundesländern, Schwerpunktkindergärten mit längere Abend- und auch Samstagöffnung, verstärkte Förderung der Schaffung von Betriebskindergärten;
- die Eintrittsmöglichkeit in Betreuungsmöglichkeiten während des ganzen Jahres, nicht nur im September.

Darüberhinaus schlägt Tumpel vor, daß Eltern ein Mitgestaltungsrecht bei der Einteilung und Lage der Arbeitszeit gewährt werden soll. "Flexibilität ist nicht etwas, was nur Unternehmer verlangen können. Wenn Arbeitnehmer die Flexibilität des Betriebes brauchen, sollen sie ihren Bedarf auch einmahnen können", betont der AK Präsident.

Mütter und Väter sollen während der Karenz besser in den Bertrieb eingebunden werden. Konkret schlägt Tumpel eine
Informationspflicht des Arbeitgebers über wichtige betriebliche Entwicklung oder Änderungen und die Einbeziehung Karenzierter in die betriebliche Weiterbildung vor.

Arbeit für Familien sei die beste Familienförderung, erklärt Tumpel. Daher müsse das Beschäftigungsprogramms Maßnahmen enthalten, die die Erwerbsbeteiligung der Frauen erhöhen und die Chancengleichiet verbessern, fordert Tumpel.

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