Liberale für verstärkte Drogenaufklärung und mehr Therapiemöglichkeiten

Smoliner: "Therapien am erfolgreichen Schweizer Modell orientieren."

Wien (OTS) "Drogenaufklärung und Beratung müssen nicht nur Pflichtfach für unsere LehrerInnen sein, sie müssen auch PflichtschülerInnen verstärkt angeboten werden," sagte heute Marco Smoliner, Gemeinderat des Liberalen Forums in Wien. In Anbetracht des sinkenden Einstiegsalters sei es notwendig, mit der Drogenaufklärung bei Kindern zu beginnen. Die Angst vieler Eltern, das Drogenthema schon in der Pflichtschule anzusprechen, sei unbegründet, es zu verschweigen, wäre verantwortungslos, so Smoliner.

Die Therapie von Suchtkranken solle sich auch in Wien mehr am erfolgreichen Schweizer Modell orientieren, forderte Smoliner."Die Substitutionstherapie von Suchtkranken kann in der Mehrzahl der Fälle problemlos bei niedergelassenen Ärzten durchgeführt werden. Damit werden die hochqualifizierten Drogenambulanzen für oft rückfällige Drogenkranke frei", so der Liberale. "Diese schwer abhängigen Patienten sollten nach Schweizer Vorbild in den Ambulanzen mit Heroin therapiert werden. Die niedrige Rückfallsrate bei bereits aufgegebenen Abhängigen und die soziale Rehabilitation der Schweizer PatientInnen sprechen für sich," sagte Smoliner.

Die Betreuung von TherapiepatientInnen müsse außerhalb der Ambulanzen fortgesetzt werden: "Schwerwiegende finanzielle, familiäre und strafrechtliche Probleme, die vor, wegen und während der Drogensucht entstanden sind, begünstigen Rückfälle." Besondere Bedeutung räumte Smoliner daher dieser interdisziplinären, psychosozialen Begleitung und Betreuung von Suchtkranken während und nach ihrem Ausstieg ein. Obwohl all das natürlich Geld koste, sei es letztlich volkswirtschaftlich weit billiger, als sich mit tausenden Beschaffungsdelikten von kriminalisierten Suchtkranken abzufinden.

Die restriktive Drogenpolitik sei an ihre Grenzen gestoßen, neue Wege zur Vorbeugung und Bekämpfung der Drogensucht seien nicht im Strafrecht zu finden, betonte Smoliner. "Wie bei jeder Krankheit sind auch bei der Drogenabhängigkeit die Interessen der PatientInnen an Therapie und Heilung in den Mittelpunkt zu stellen. Das gilt auch für die Drogenpolitik," schloß Smoliner.

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