Tuberkulose in NÖ steigt gravierend an

Röntgen-Austauschprogramm an BH’s wird fortgeführt

St.Pölten (NLK) - Im Zuge eines kompletten Austauschprogrammes erhalten jetzt auch die Tuberkulose-Untersuchungs- und Beratungsstellen an den Bezirkshauptmannschaften Waidhofen an der Thaya und Zwettl neue Röntgengeräte. Zum Preis von rund 5,8 Millionen Schilling werden zwei moderne Bildverstärkeranlagen geliefert, die nur fünf bis zehn Prozent jener Röntgendosis ausstrahlen, wie sie eine Normalanlage bisher hatte. Damit werden jetzt gesundheitliche Risken nahezu völlig ausgeschlossen.

Die Ausrüstung aller Tuberkulose-Untersuchungs- und Beratungsstellen in Niederösterreich mit derartigen Röntgenanlagen soll bis zum nächsten Jahr abgeschlossen werden. Die Kosten werden durch Leasing-Sonderfinanzierung aufgebracht und scheinen durch Einsparungen im Gesundheitsbereich, die sich durch Früherkennung ergeben, mehr als gerechtfertigt. Denn die Tuberkulose hat in den letzten Jahren in Niederösterreich, wie aus der Sanitätsabteilung des Landes verlautet, um rund 200 Prozent zugenommen. Dafür wird die Resistenz gegenüber Medikamenten verantwortlich gemacht. Wenn sich pro Jahr rund 50.000 Landesbürger der Tuberkulose-Fürsorge anvertrauen und sich in einer Bezirkshauptmannschaft oder im
mobilen Röntgenzug untersuchen lassen, so zahlt sich das auf alle Fälle aus: 200 bis 300 Fälle werden im Schnitt erkannt und zu den Fachärzten weitergeschickt. Sie haben Chancen auf völlige Heilung. Trotzdem gab es im letzten Jahr 15 Tuberkulose-Tote in Niederösterreich. Viele andere Erkrankungen im Herz-Lungen-Bereich können ebenfalls frühzeitig erkannt werden. In einigen Fällen konnte ein derart diagnostizierter Lungenkrebs völlig ausgeheilt werden.

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