Peru: Österreichischer Rotkreuz-Einsatz nach El Nino- Überschwemmung Wien (ÖRK) - Heftige Überschwemmungen nach den vom El Nino-

Phänomen ausgelösten starken Regenfällen haben zum völligen Zusammenbruch der Wasserversorgung in der peruanischen Stadt Ica (rund 500 km südöstlich von Lima) geführt. Für die 180.000 Einwohner der Stadt besteht akute Gefahr durch den Ausbruch von Seuchen.

Das Österreichische Rote Kreuz (ÖRK) reagiert nun gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) auf den Hilferuf seiner
peruanischen Schwestergesellschaft. "Im Rahmen der Schnelleinsatzgruppen (Emergency Response Units/ERU) "Specialised Water" entsenden wir unseren Tiroler Mitarbeiter Werner Steiner
für den Zeitraum von vier bis sechs Wochen nach Peru," sagt Bernhard Jany, der Sprecher des ÖRK. "Einsatzpriorität hat die Herstellung von reinem Trinkwasser zur Versorgung der
medizinischen Einrichtungen in Ica. Werner Steiner hat für das ÖRK bereits einen Sanitätseinsatz im Iran und einen weiteren als Trinkwasseraufbereiter im ehemaligen Zaire absolviert", so der Rotkreuz-Sprecher weiter.

ERUs sind eine zentrale Einrichtung des weltweiten Netzwerks der Rotkreuz-Hilfe. Speziell ausgebildete und ausgerüstete Rotkreuz-Mitarbeiter kommen zum Einsatz, wenn eine Schwestergesellschaft
die Folgen einer Katastrophe alleine nicht mehr bewältigen kann. Das ÖRK verfügt zur Zeit über ERUs für Trinkwasseraufbereitung und Telekommunikation. Zwei weitere Schnelleinsatzgruppen für die Bereiche Suchhunde und Basic Health Care sind im Aufbau.

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Mag. Robert Dempfer
Tel.: 01/589 00-153
www.redcross.or.at
12. Februar 1998

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