Höger: 1934 bedeutet demokratischen Auftrag für Zukunft 1934-Gedenken und Kranzniederlegung am Grab des ehemaligen Landesrates Slawik

Niederösterreich (OTS-SPI) "Das Gedenken an das Jahr
1934 bedeutet uns sowohl die Erinnerung an die Februar-
kämpfe und an die Zerschlagung der Arbeiterbewegung durch
den Austrofaschismus, als auch eine Mahnung, mit ganzer
Kraft aktuellen und zukünftigen antidemokratischen
Strömungen entgegenzutreten", meinte heute LHStv. und SPÖ-
NÖ Vorsitzender Ernst Höger anläßlich einer Kundgebung der SPÖ-NÖ zum Gedenken an die Ereignisse des Jahres 1934
auf dem Waldfriedhof in Schwechat. Im Anschluß an die 12. Februar-Kundgebung legte LHStv. Höger einen Kranz am Grab
des 1993 verstorbenen ehemaligen Landesrates Dr. Franz
Slawik nieder.

Höger: "Das Jahr 1934 ist uns Symbol für den mutigen
Kampf zur Erhaltung der Demokratie und der Organisationen
der Arbeiterbewegung. Was passiert, wenn sich Arbeitnehmer-
und Menschenfeindlichkeit durchsetzen, haben uns auf
furchtbare Art und Weise die Jahre 1934-1945, die Jahre des
direkten Übergangs des Austrofaschismus hin zum
Greuelregime des Nationalsozialismus gezeigt. Auch heute gilt
es, sich neuer antidemokratischer "Anfänge" zu wehren und entschlossen jeglichem Ungeist und Unrecht zu begegnen."

Am Grab des im 58. Lebensjahr verstorbenen Landesrates
Dr. Franz Slawik meinte Höger: "Slawik hat in all seinen
Funktionen wesentlich zur Entwicklung Niederösterreichs
beigetragen und die Landespolitik immer wieder mit neuen
Ideen bereichert. Er war auf eindrucksvolle Art und Weise ein Politiker, der das Wohlergehen der Menschen und des Landes Niederösterreich zum Maßstab seiner Anstrengungen machte -
und er war herausragend in seiner Intelligenz und
Menschlichkeit."

Der politische Werdegang des ehemaligen Landesrates
umfaßte - neben den üblichen Stationen in sozial-
demokratischen Kinder- und Jugendorganisationen -
verschiedene Funktionen in der SPÖ und in der sozial-demokratischen ÖGB-Fraktion. So war Slawik von 1982 bis
1986 Abgeordneter im NÖ-Landtag, von 1986 bis 1988
Landesrat für das Schulwesen und von 1988 bis 1991 Klub-
obmann der SPÖ-NÖ. Als Leiter des Dr. Karl Renner-Institutes
und des NÖ-Kulturforums leistete Slawik überdies beispiel-
gebende Arbeit für Bildung und Kultur in Niederösterreich. (schluss)

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