Bartenstein und Prokop wollen Familiensteuerreform

Mehrkinderstaffel soll erhalten bleiben

St.Pölten (NLK) - Bundesminister Dr. Martin Bartenstein und Landeshauptmann-stellvertreterin Liese Prokop wünschen sich eine Familiensteuerreform: "Auf jeden Fall müssen die Mehrkinderstaffel bei der Einkommenssteuer und die Altersstaffel bei der Familienbeihilfe erhalten bleiben", betonten Bartenstein und
Prokop heute vormittag in Wien. Familien mit mehr Kindern würden nachweislich mehr von der Armut betroffen sein. Nach dem Willen Bartensteins sollen die Familien pro Kind und Monat 500 Schil-ling (jährlich 6.000 Schilling) mehr, erhalten. Zähe Verhandlungen mit den Koalitions-partnern stehen aber noch heute nachmittag ins
Haus. Außerdem sei noch nicht aus-diskutiert, ob diese zusätzlichen Mittel aus dem Budget oder aus dem Familienlasten-ausgleichsfonds bezahlt werden. Weiters sollte das Karenzgeld in absehbarer Zeit erhöht werden, da alle anderen Leistungen wie Pensionen bereits erhöht worden sei-en, meinte Bartenstein. Mit Frauenministerin Barbara Prammer sei außerdem abge-sprochen, zusätzliche Maßnahmen für Mehrkindfamilien und Alleinerzieher zu treffen.

"Für uns als Familienbundesland Nummer 1 ist es besonders erfreulich, daß die 2. Tranche der Kinderbetreuungsmilliarde für 1999 und 2000 wieder rund 100 Millionen Schilling beträgt", erklärte Prokop. Mit diesem Geld könnten innerhalb von vier Jahren zusätzlich 3.000 Kinder betreut werden. Außerdem würde die Betreuung der Einein-halb- bis Dreijährigen gesichert werden. Zusätzlich könnten weitere 3.600 Schulkinder in Horten untergebracht werden. Prokop kann sich vorstellen, die Mittel über ein Fondssystem länger als zwei Jahre zu verteilen. In diesem Fall würde sich das Land verpflichten, die Personalkosten bis 2002 aus dem Fonds für die Kinderbetreuungs-milliarde mitzufinanzieren.

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2172

Niederösterreichische Landesregierung

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK