Arbeitsrecht im Gastgewerbe: Gesamtlösungen gefragt

Ausssprache der Sozialpartner bei Bundeskanzler Klima - Weitere Erhöhungen von Lohnnebenkosten kommen nicht in Frage

Wien (PWK) - Zu einer offenen Aussprache über aktuelle arbeitsrechtliche Probleme im Gastgewerbe hatte Bundeskanzler Viktor Klima die Sozialpartner am Dienstag nachmittag ins Bundeskanzleramt geladen. An dem Gespräch nahmen die Vorsteher der Fachverbände Gastronomie und Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich, Helmut Hinterleitner und Hans Melcher, sowie Vertreter der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD) teil. ****

Einleitend berichteten die Sozialpartner dem Bundeskanzler über ihre Initiative zur Attraktivierung der Lehrlingsausbildung im Gastgewerbe. Einerseits sollen neue Lehrberufe "Fachmann/frau für Systemgastronomie" und "Hotelfachmann/frau" geschaffen, andererseits die Lehrberufe "Restaurantfachmann/frau" und "Koch" an die neuesten Entwicklungen angepaßt werden. Klima begrüßte diese Vorhaben und sicherte die volle Unterstützung der Bundesregierung für ihre rasche Umsetzung zu.

Fachverbandsvorsteher Komm.Rat Hinterleitner nahm den Termin zum Anlaß, dem Kanzler eine Aufstellung dringender arbeitsrechtlicher Forderungen zu überreichen, deren Erfüllung für das Gastgewerbe von großer Wichtigkeit ist. Unter anderem handelt es sich dabei, wie bereits mehrfach berichtet, um die generelle Aliquotierung des Urlaubsanspruches auch nach einem halben Jahr der Beschäftigung, die Verschiebung der Jugendarbeit bis 23.00 Uhr und eine generelle Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes.

Bundeskanzler Klima war es bei dem Gespräch ein Anliegen, im Bereich des Arbeitsrechtes Gesamtlösungen für Gastronomie und Hotellerie zu finden. Wie er betonte, sollen die Sozialpartner unter Einbeziehung der Minister Farnleitner und Hostasch weitere Gespräche über Arbeitszeitmodelle und andere gemeinsame Anliegen führen.

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Fachverband Gastronomie

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