Dorfmeister-Stix fordert strengere Strafen für Unzucht mit Kindern

Werde meine Unterschriftenaktion österreichweit ausweiten

Niederösterreich, 11.2.1998 (NÖI) Strengere Strafen für Unzucht mit Unmündigen, fordert LAbg. Desiree Dorfmeister-Stix. "Ich empfinde die bestehende Gesetzeslage als nicht haltbar und völlig unverständlich. So ist es absolut nicht einzusehen, daß ein Vermögensdelikt, wie schwerer Betrug, viel härter bestraft wird, als ein Sittlichkeitsverbrechen gegen ein Kind". Dies war der
Grund für eine landesweite Unterschriftenaktion. Es ist gelungen weit über 20.000 Unterschriften zu sammeln, so die Abgeordnete.

In einem Schreiben an den Justizminister forderte Dorfmeister-Stix daher eine Verlängerung der Verjährungsfrist bei Sittlichkeitsdelikten auf zehn Jahre und strengere Strafen. "In
den meisten Fällen können, oder trauen sich die betroffenen Opfer erst nach vielen Jahren über die entsetzlichen Dinge, die ihnen widerfahren sind, zu sprechen oder der Gendarmerie den Täter namhaft zu machen", erklärte die Abgeordnete.

Ein jüngster Anlaßfall, bei dem ein Sittlichkeitsdelikt bereits verjährt ist und daher nicht mehr ausgefochten werden kann, bestärkt mich in meinem Kampf um das Recht von mißbrauchten Kindern. Ich werde meine Unterschriftenaktion daher österreichweit ausweiten, erklärte Dorfmeister-Stix.
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