Franz Romeder zehn Jahre Landtagspräsident

LH Pröll überreichte Ehrenring des Landes

St.Pölten (NLK) - "Präsident Franz Romeder hat den
tiefgreifenden inneren und äuße-ren Wandel des letzten Jahrzehntes - Fall des Eisernen Vorhanges, EU-Beitritt und Übersiedlung von Landesregierung, Landtag und Landesverwaltung nach St.Pölten - als Herausforderung und als Chance gesehen, Weichen in die Zukunft zu stellen." Das er-klärte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute im Sitzungssaal des Landesparlamentes bei einem Festakt zum Jubiläum "Zehn Jahre Landtagspräsdient Franz Romeder". Der gebürtige Waldviertler gehört dem Hohen Haus seit fast 30 Jahren an, nämlich seit 1969. 1981 wurde er zum Dritten Präsidenten, am 25. Februar 1988 zum Präsidenten des Landtages gewählt. Von 1971 bis 1983 war er auch Bürgermeister seiner Heimatgemein-de Schweiggers im Bezirk Zwettl, seit 1987 wirkt er als Präsdient des Österreichischen Gemeindebundes. Der Landeshauptmann überreichte ihm heute eine der höchsten Lan-desauszeichnungen, den sehr selten verliehenen Ehrenring des Landes Niederösterreich.

Landeshauptmann Dr. Pröll bedauerte, daß Romeder am 22. März nicht mehr kandi-diert: "Viele können sich den NÖ Landtag ohne Franz Romeder noch nicht vorstellen." Romeder sei stark von seiner Herkunft aus dem Waldviertel geprägt, einer Region, in der es die Menschen immer schwerer hatten als in vielen anderen Gebieten,
aber auch von seiner Schulzeit in den Stiftsgymnasien Zwettl und Melk. Er sei ungeheuer fleißig, zäh und konsequent, konditionsstark und grundsatztreu, stehe fest auf der Basis der christli-chen Grundwerte, verfüge über sehr viel Familiensinn und Solidarität gegenüber allen, die Hilfe brauchen. Große Verdienste habe er sich um die Aufwertung der Legislative erwor-ben, so etwa durch sein Engagement für optimale Arbeitsbedingungen für die Mandatare und Mitarbeiter im neuen St.Pöltner "Landtagsschiff",
und durch die internationalen Kon-takte des Landesparlamentes. Dritter Präsident Ing. Leopold Eichinger bezeichnete die Amtsführung Romeders als kon-sequent, vorbildlich und verbindlich. Zweiter Präsident Anton Koczur hob hervor, daß mit Präsident Romeder "trotz unterschiedlicher politischer Wurzeln stets der Brückenschlag des Dialoges möglich war". Er betonte besonders auch die Leistungen Romeders als "Anwalt der Gemeinden".

In seinen sehr persönlichen Dankesworten erinnerte sich Romeder an seine Kindheit und Jugend als Waldviertler Kleinbauernsohn, Schüler zweier Stiftsgymnasien und Werkstudent in Wien. Sein großes Vorbild sei Leopold Figl gewesen. Er habe sich immer als "Parlamentarier mit Leib und Seele" gefühlt, in fast 30 Jahren im Hohen Haus mehr als 300 Landtagssitzungen und weist über 1.000 Ausschußsitzungen miterlebt und sich im-mer um einen "Brückenschlag" bemüht.

An dem Festakt nahmen zahlreiche Ehrengäste teil, unter anderem die Bischöfe Dr. Kurt Krenn, Dr. Alois Schwarz und Dr. Heinrich Fasching, Superintendent Mag. Hellmut Santer, die Äbte der Stifte Herzogenburg, Melk und Zwettl, die deutsche Botschafterin Ursula Seiler-Albring, die Mitglieder der NÖ Landesregierung, die Landtagspräsidenten von Oberösterreich, Wien und dem Burgenland, Alt-Landeshauptmann Siegfried Ludwig sowie die beiden
Amtsvorgänger Romeders Landtagspräsidenten, Dipl.Ing. Josef Robl und Ferdinand Reiter.

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