Muzik: Ablehnung der Verlängerung der S 80 wird von SPÖ nicht hingenommen

Schwerer Schlag für die Region und die Pendler

St. Pölten, (SPI) - Der Landtag von Niederösterreich hat in seiner Sitzung vom 12. Oktober 1995 einen Resolutionsantrag betreffend
der Verlängerung der Schnellbahnlinie S 80 über die Wiener Stadtgrenze hinaus bis Raasdorf zum Beschluß erhoben. In diesem Beschluß wird der Landesverkehrsreferent Erwin Pröll aufgefordert, die Verlängerung der S 80 von der Wiener Stadtgrenze bis Raasdorf sowie die Errichtung einer Park & Ride-Anlage in Raasdorf sofort
in das Verhandlungsprogramm und einen Nahverkehrsvertrag zwischen dem Land Niederösterreich und den ÖBB in zeitlicher Abstimmung mit Wien aufzunehmen.****

"Die heutige Ablehnung dieses so wichtigen Ausbauvorhabens für die Region durch die NÖ Landesregierung - und zwar dezidiert gegen die Stimmen der sozialdemokratischen Regierungsmitglieder - bedeutet einen schweren Schlag für den Bezirk und die Region. Unser Bezirk benötigt die Verlängerung der S 80 - denn eine wesentliche Voraussetzungen zur Bewältigung des ständig steigenden Bedarfs ist die Schaffung hochrangiger Verkehrsverbindungen sowie die
Befreiung der Gemeinden vom Durchzugsverkehr. In diesem
Zusammenhang ist auch die Forderung der NÖ Sozialdemokraten nach einer Verlängerung der S 80 bis Raasdorf (inkl. einer leistungsfähigen Park & Ride-Anlage) zu sehen, als Knotenpunkt für die Pendler des Marchfelds sowie die Anbindung des
Betriebsgebietes Groß-Enzersdorf und der Unifrost", stellt der SP-Verkehrssprecher und Gänserndorfer Abgeordnete, Bgm. Hans Muzik, zum heute von der VP/FP-Mehrheit getragenen Regierungsbeschluß fest.

"Hier geht die Verkehrspolitik des Landes eindeutig in die falsche Richtung. Wir müssen in ökologisch sinnvolle Projekte und zukunftsträchtige und leistungsfähige Verkehrswege wie die Bahn investieren - nur so wird den Bedürfnissen unserer Pendler
Rechnung getragen und der Wirtschaft die benötigte Infrastruktur zur Verfügung gestellt. Die NÖ Sozialdemokraten werden jedenfalls diesen ablehnenden Beschluß, der auch im Gegensatz zum
betreffenden Beschluß des NÖ Landtages steht, nicht als der Weisheit letzter Schluß akzeptieren. Wir kämpfen weiter für unsere Region und die Bedürfnisse unserer Pendler", so Abg. Muzik abschließend.
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