Technische Gase: Erfolgsbilanz durch Umwelteinsatz

Hohe Strompreise beeinträchtigen Wettbewerbsposition

Wien (PWK) - Von wachsendem Umweltbewußtsein und hohem Innovationspotential profitiert der Markt für technische Gase. Eine Vielzahl neuer Einsatzgebiete, beispielsweise in Kläranlagen und der Zellstoffindustrie, sorgt für einen weltweiten, kontinuierlich steigenden Bedarf der Anwendungen. In Österreich gibt es dafür eine Vielzahl hochprofessioneller Anbieter. Im vergangenen Jahr erzielte die Branche mit insgesamt rund 900 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 2,5 Mrd Schilling. ****

Die kapital- und energiekostenintensive Gaseproduktion leidet hierzulande freilich unter den hohen Stromtarifen. "Gegenüber Ländern wie Deutschland oder Frankreich ergeben sich dadurch derzeit Kostennachteile von bis zu 25 Prozent, die skandinavische Industrie zahlt teilweise gar nur die Hälfte", berichtet Walter Koppensteiner, Obmann der Berufsgruppe Technische Gase im Fachverband der chemischen Industrie, und fordert die rasche Herstellung der internationalen Chancengleichheit.

Technische Gase zählen in jeder Hinsicht zu den ökologischen Musterprodukten der Industrie. Die Gewinnung erfolgt auf umweltfreundliche Art: Sauerstoff, Stickstoff und Argon sind Bestandteile der Luft; Helium und Kohlendioxid entstammen natürlichen Quellen und Azetylen entsteht aus einer Reaktion von Calciumkarbid und Wasser. Die Gase werden in komprimierter Form in Flaschen geliefert, flüssig in Tanks beim Kunden abgefüllt oder direkt vor Ort produziert.

Ebenso vielfältig sind die industriellen und gewerblichen Anwendungen. Neben "klassischen" Einsatzgebieten, beispielsweise beim autogenen Schweißen oder beim Kühlen, Frosten und Verpacken in der Nahrungsmittelindustrie, gewinnen derzeit vor allem umweltfreundliche Verfahren der Wasseraufbereitung und Bodensanierung an Bedeutung.

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