Doppelte Preisauszeichnung ohne Euro-Bargeld schafft Verwirrung

Stummvoll: Überlange Phase der Dualpreisauszeichnung ist kein Konsumentschutz, sondern kostet Milliarden

Wien (PWK) - Das Argument des Konsumentenschützers Harald Ettl, daß Transparenz und Kontrollmöglichkeit für die Konsumenten nur durch eine bereits vor der Bargeldeinführung obligatorische doppelte Preisauszeichnung gewährleistet sei, entkräftete heute der Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich, Günter Stummvoll. "Ganz im Gegenteil kann eine obligatorische doppelte Preisauszeichnung in einer Zeit, wo der Bevölkerung noch kein Euro-Bargeld zur Verfügung steht, mehr Verwirrung stiften als Klarheit schaffen". ****

Dies dürfte auch auf EU-Ebene so gesehen werden, da derzeit außer Österreich kein einziges EU-Mitgliedsland eine verpflichtende gesetzliche Preisauszeichnung vorsehen wird. Harald Ettl sollte das Ergebnis der derzeit auf EU-Ebene geführten Diskussion um die Dauer der Dualwährungsphase abwarten, bevor er die Bevölkerung mit Preisauszeichnungs-Szenarien verwirrt, die möglicherweise gar nicht mehr in Frage kommen könnten, so Stummvoll.

Gerade aus der Sicht eines Konsumentenschützers sollte auch das Kostenargument eine wichtige Rolle spielen. So blieben dem österreichischen Handel bei einer freiwilligen dreimonatigen Auszeichnung in Schilling und Euro gegenüber einer verpflichtenden sechsmonatigen Phase rund drei Milliarden Schilling erspart, die letztlich auch der Konsument zu tragen hätte.

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