Für eine stärkere Partnerschaft Österreich-Frankreich in Europa

Präsident Chirac bei Frankreich-Seminar am 12.2. in der WKÖ - Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen stark ausbaufähig

Wien (PWK) - Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac wird am Donnerstag, ****

12. Februar, im Rahmen seines Staatsbesuches in Wien gemeinsam mit Wirtschaftskammerpräsident Leopold Maderthaner ein österreichisch-französisches Wirtschaftsseminar eröffnen. Vor Spitzenvertretern der heimischen Wirtschaft wird Chirac über die Chancen einer verstärkten Partnerschaft beider Länder im erweiterten Europa sprechen.

Frankreich ist Österreichs viertwichtigster Absatzmarkt (hinter Deutschland, Italien und der Schweiz), erklärt der Frankreichreferent der WKÖ, Ernst Huber. Das Liefervolumen von 26 Mrd. S (1996) liege aber unter der Aufnahmefähigkeit dieses großen, kaufkräftigen EU-Marktes. Vor allem für Industriezulieferungen und Umwelttechnik gäbe es Chancen für österreichische Firmen. Frankreich verfügt über eine bedeutende Automobilproduktion und über eine hochentwickelte Luft-und Raumfahrtindustrie, betont Huber. Im Bereich Hochtechnologie ist Frankreich eines der führenden Länder Europas.

Die WKÖ mit ihren Außenhandelsstellen in Paris und Straßburg unterstützt die Mitgliedsfirmen insbesondere auch bei der Erschließung dieser Liefermöglichkeiten im Binnenmarktland Frankreich. Im laufenden Jahr veranstaltet die WKÖ unter anderem Gruppenbeteiligungen bei der Messe für Neue Medien MILIA in Cannes, der Umweltmesse POLLUTEC in Lyon, der Zuliefermesse MIDEST in Paris und der Technologiemesse SITEF in Toulouse.

Im Dreivierteljahr 1997 sind die österreichischen Lieferungen nach Frankreich um acht Prozent angewachsen, was hauptsächlich auf das Konto von Maschinen, Papier und Fertigprodukten wie Bekleidung, Schuhe, Sportgeräte, medizinische Apparate geht, berichtet Huber.

Die österreichischen Einfuhren aus Frankreich lagen 1996 bei 34 Mrd. S und stiegen in den ersten neun Monaten 1997 um 12 Prozent an. Das hohe österreichische Defizit gegenüber Frankreich resultiert nicht zuletzt aus den französischen Airbuslieferungen (Huber). Weitere wichtige französische Lieferposten sind PKW, Maschinen, Nachrichtengeräte, Papier, Eisen und Stahl, Chemieprodukte, Nahrungsmittel.

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WKÖ, AW-Abteilung, Tel: 50105/4413Dr. Ernst Huber

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