Korosec: Zu guter Letzt ! - Lob für die Stadtgemeinde Leoben

Wien (OTS) - Volksanwältin Ingrid Korosec hilft einer leidgeprüften Familie mit schwerkranker Tochter und nimmt die letztendlich in die Wege geleiteten Bemühungen der Stadtgemeinde Leoben, ein mietrechtliches Problem einer unbürokratischen Lösung zuzuführen, freudig zur Kenntnis. ****

Schicksalhaft

Vor wenigen Wochen wandte sich eine Frau hilfesuchend an Volksanwältin Ingrid Korosec. Sie wußte zu diesem Zeitpunkt nicht mehr ein noch aus. Vor 9 Jahren hatte ihre mittlerweile 18jährige Tochter eine schwere Lungenentzündung. Die tragischen Folgen
dieser Erkrankung: Ein beidseitiges Nierenversagen. Was das bedeutet, kann man sich als gesunder Mensch kaum vorstellen. Nach zwei fehlgeschlagenen Versuchen einer Transplantation, muß das Mädchen täglich an ein Dialysegerät angeschlossen werden. 10 Stunden dauert eine Blutwäsche. Und die medizinische Versorgung erfolgte in der Bundeshauptstadt. Tag für Tag 2 ½ Stunden Anfahrtszeit nach Wien. Und danach zurück nach Leoben. Jede in
Kauf zu nehmende Verkehrsbehinderung kann sich da lebensbedrohend auswirken. 60.000 km im Jahr hatten Mutter und Tochter so zu bewältigen.

Nervlich und mit den Kräften völlig am Ende suchte die Familie im vergangenen Jahr bei der Krankenkasse um das
Zurverfügungstellen eines Heimdialysegereätes an. Dies wurde auch prompt bewilligt. Doch was nun begann, war eine Odyssee der besonderen Art. Die Unterbringung des Dialysematerials ließ sich nämlich in der kleinen Gemeindewohnung in Leoben nicht mehr bewerkstelligen. Zuviel Platz beanspruchte schon die Aufstellung
des Blutwäschegerätes. Was also lag näher, als eine unbenutzte, veralterte Waschküche als Lager für das medizinische Zubehör heranzuziehen.

Justament !

Die Zustimmung der Mitbewohner wurde dabei vorausgesetzt. Nicht alle zeigten sich einsichtig. Und so kam es, daß wenige Mieter der Familie die Nutzung des Raumes als Lager verwehrten. Böse Worte sollen gefallen sein. "Geben Sie ihre Tochter ins Pflegeheim"!

Verzweifelt wandte sich die Familie an die Gemeinde Leoben. In ihrer Funktion als Vermieterin müsse es doch gelingen - so wurde der Hoffnung Ausdruck verliehen - die Nachbarn zum Einlenken zu bewegen. Die Gemeinde zeigte sich zwar verständnisvoll, verwies aber im übrigen auf die bestehenden Verträge, welche den Mietern ein Nutzungsrecht an der - nochmals sei es gesagt - leerstehenden Waschküche sicherten. Erst nach Einschaltung der Volksanwaltschaft gelang es ein gesondertes Kellerabteil zu schaffen, in dem nunmehr die Medikamente und das medizinische Zubehör gelagert werden können. Die Leobnerin zeigt sich glücklich und kann sich nunmehr wieder ganz auf die Pflege ihrer Tochter konzentrieren.

Volksanwältin Korosec dankt Gemeinde

"Der vorliegende Fall zeigt deutlich", so Volksanwältin
Korosec: "Kommunalverwaltung heißt nicht nur Vollziehen von Gesetzen, sondern auch das Übernehmen von Verantwortung für Mitmenschen, insbesondere dann, wenn sich diese hilfesuchend an
die Behörde wenden. In diesem Sinn freut es mich, daß der betroffenen Familie doch noch geholfen werden konnte. Den Dank,
der mir abschließend übermittelt wurde, gebe ich gerne an die Gemeindeväter der Stadt Leoben weiter"!

Rückfragen & Kontakt:

VA Ingrid Korosec
Singerstraße 17
1015 Wien
Tel.: (01) 515 05/131

Volksanwaltschaft

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