ARNOLD : TAGESMÜTTER KEINE VOLLWERTIGEN ARBEITSPLÄTZE

ÖGB-Frauen gegen unhaltbare Versprechen an Arbeitnehmerinnen

Wien (ÖGB-NÖ) Zukunftssichere Beschäftigung heißt Arbeitsplätze mit voller sozial- und pensionsrechtlicher Absicherung zu schaffen, was vor allem für Frauen angesichts der schwierigen Arbeitsmarktsituation von besonderer Bedeutung ist.
Vor allem für die zunehmende Anzahl beschäftigungsloser Kindergärtnerinnen muß rasch eine Lösung gefunden werden. Im Rahmen der Nachmittagsbetreuung in den Kindergärten könnten im Zuge einer Beschäftigungsoffensive hunderte qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen und zugleich dem wachsenden Betreuungsbedarf Rechnung getragen werden, wie von Landesrätin Traude Votruba gefordert wurde, erklärte Donnerstag die Landesfrauensekretärin des ÖGB-NÖ, Annamaria Arnold. "Eine Beschäftigung als Tagesmütter stellt solange keinen vollwertigen Arbeitsplatz dar, als diese weder sozial- noch pensionsrechtlich abgesichert sind. Und zusätzliche 5000 Tagesmütter innerhalb von 5 Jahren zuzusagen ist ein unhaltbares Versprechen, mit dem die Arbeitnehmerinnen lediglich beruhigt werden sollen", stellte
Arnold klar.

Die Landesfrauenseketärin der ÖGB-NÖ bekräftigte neuerlich die Forderung nach einer vollen sozialen Absicherung der Tagesmütter, für die auch ein einheitliches Berufsbild geschaffen werden muß, Diesbezügliche Bestrebungen auf Bundesebene sind bereits mit EU-Unterstützung angelaufen. "Während es eineinhalb Jahrzehnte gedauert hat, um knappe 1.400 Tagesmütter zusammenzubringen - was die Hälfte aller österreichischen Tagesmütter bedeutet -, verspricht Prokop vollmundig 5.000 weitere in einem Drittel der Zeit. Nur ist mit diesem Versprechen keiner einzigen Arbeitnehmerin die einen Betreuungsplatz sucht, gedient. Und gleichzeitig stellt diese deutliche Bevorzugung der
Tagesmütter eine Verhöhnung der beschäftigungslosen Kindergärtnerinnen dar, die bestausgebildet aber unbeschäftigt zur Kenntnis nehmen sollen, daß weitaus schlechter Geschulte offensichtlich bevorzugt werden, merkte Arnold weiters an.

Darüberhinaus wird die Wahlfreiheit der Eltern hinsichtlich der Form Betreuung eingeschränkt bis verunmöglicht. "Mit zweihundert zusätzlichen Flyinng Nunnys, deren Dienste zwischen 60 und 120 Schilling die Stunde kosten, zu glauben, die Betreuungsprobleme lösen zu können, bedarf angesichts des durchschnittlichen Stundenlohnes einer Arbeitnehmerin keines weiteren Kommentars", unterstrich die ÖGB-Landesfrauensekretärin abschließend.
(Schluß)nk

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