Bevölkerungsentwicklung in NÖ

Eckdaten der Prognose bis zum Jahr 2021

St.Pölten (NLK) - Aus den Bevölkerungsprognosen für Österreich 1991-2021 (ÖROK, 126/1996) hat die Abteilung Raumordnung und Regionalpolitik im Amt der NÖ Landesregierung die niederösterreichische Entwicklung der Wohnbevölkerung herausgefiltert und als Basis für alle Raumordnungsprogramme und -konzepte verfügbar gemacht.

Aus dem Umstand, daß in allen Bundesländern im Westen sowie in Ober- und in Niederösterreich Bezirke in zentraler Lage deutlich
an Bevölkerung gewinnen werden, läßt sich etwa ein Basisszenario für das nördliche Wiener Umland mit 32 Prozent Bevölkerungsgewinn (südliches Wiener Umland: 22 Prozent) bis zum Jahr 2021 angeben, während am anderen Ende der Skala etwa das Waldviertel mit 14 Prozent sinkender Bevölkerung rangiert.

In der Sparte Bevölkerung im Erwerbsalter sticht vor allem das vergleichsweise stark wachsende Erwerbspotential der suburbanen Gebiete ins Auge: In Wien-Umgebung, Tulln und Korneuburg lassen
sich bis 2021 Steigerungsraten von 20 Prozent oder darüber erwarten, im Bezirk Mödling und im Umlandbezirk St.Pölten sind es immer noch zwischen 15 und 20 Prozent.

Bei Kindern und Jugendlichen wird es in allen Bundesländern mit Ausnahme Wiens zu einem kontinuierlichen Rückgang der Bevölkerung unter 15 Jahren kommen, in Niederösterreich wird dieser Rückgang bis 2021 17 Prozent betragen. Anteilsweise wenig Kinder und Jugendliche leben im Wiener Umland (Bezirke Wien-Umgebung und Mödling), ein vergleichsweise hohes Fertilitätsniveau weisen in Niederösterreich vor allem das Kalk- und Voralpenland (Scheibbs, Amstetten, Waidhofen an der Ybbs) auf.

Bei älteren Menschen wiederum macht eine kleinräumige Analyse klar, daß es in Österreich Regionen gibt, die in den kommenden Jahrzehnten von der demographischen Alterung wenig betroffen sein werden, weil es dort zu einem verhältnismäßig geringen Anstieg der Zahl älterer Menschen kommen wird - in Niederösterreich betrifft dies das Wald- und Weinviertel. Gleichzeitig führen geringere Fertilität und Abwanderung zu teilweise massiven Bevölkerungsverlusten bei Kindern und Jugendlichen sowie bei Personen im Erwerbsalter. Als Folge davon steigt das
demographische Gewicht der älteren Generation auch ohne absolute Zunahme stark an.

Nähere Informationen bei der Abteilung Raumordnung und Regionalpolitik im Amt der NÖ Landesregierung, Telefon 02742/200/4762.

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2312

Niederösterreichische Landesregierung

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK