Euro: Haiden ruft Unternehmen zu zeitgerechter Vorbereitung auf

Viele Betriebe fühlen sich von Umstellung noch nicht betroffen - WKÖ auf Informationsoffensive

Wien (PWK) - "Eine zeitgerechte und umfassende Vorbereitung der Unternehmen auf den Euro ist für ihre Positionierung am Markt von großer Bedeutung. Wer zu spät umstellt, hat mit höheren Kosten und dem Verlust von Marktanteilen zu rechnen", warnte der Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich, Rene Alfons Haiden, bei einem Hintergrundgespräch zum Thema Euro. Um den Betrieben die Umstellung zu erleichtern, arbeiteten die WKÖ und das WIFI konkrete Vorbereitungsanweisungen (Checklisten) für die einzelnen Branchen aus und fahren mit ihren Informationsaktivitäten auf Hochtouren. ****

Alle Unternehmen sind von der Euro-Umstellung betroffen, wenngleich es auch noch nicht alle in gleichem Maße wahrhaben wollen. "Umfragen unter unseren Mitgliedern haben ergeben, daß sich 35 Prozent in der ersten Phase (1999-2001) nicht betroffen fühlen", berichtete Haiden. Diese Einstellung muß sich ändern, denn um den richtigen Umstellungszeitpunkt wählen zu können, muß man früh genug darauf vorbereitet sein. 57 Prozent der Kammermitglieder sind sich bereits ihrer Betroffenheit bewußt, Ende 1996 lag diese Zahl noch bei 48 Prozent. Kleinere Betriebe denken dabei weniger an die Umstellung als große. Handlungsbedarf bei sehr vielen Unternehmen ortet Haiden besonders noch im Bereich der Mitarbeiter- und Kundeninformation.

Daß die Wirtschaftskammern umfassende Information zum Thema Euro anbieten, wußten 69 Prozent der Mitglieder. Davon haben 35 Prozent dieses Angebot auch bereits genutzt. "Unser Service beinhaltet fünf 'Euro Info Centres' und ein Netz von 80 Euro-Beauftragten, die in der WKÖ, den Bundessektionen, Landeskammern, Landessektionen und dem WIFI als kompetente Ansprechpartner Unternehmen in ganz Österreich für Euro-Fragen persönlich zur Verfügung stehen", erklärte Haiden. Ebenso werden den Firmen zahlreiche Publikationen wie das monatliche Euro-Bulletin, das Euro-Handbuch, der Euro-Leitfaden, ein eigenes Euro-Argumentarium sowie neuerdings die Euro-Checklisten und im Juni spezielle "Branchenblätter" angeboten. Eingerichtet wurde jüngst auch eine Datenbank, in der rund 300 Referenten gespeichert sind, die österreichweit zu unternehmensrelevanten und branchenspezifischen Euro-Fragen informieren können.

Gerne werden von den Mitgliedern auch Veranstaltungen der Wirtschaftskammern und WIFIs in Anspruch genommen, wie zB Euro-Seminare zur Weiterbildung und zum Erfahrungsaustausch. Eine neue Informationsschiene wird gerade über die 135 Fachorganisationen und die 84 WK-Bezirksstellen aufgebaut. Haiden: "Bedient werden sollen künftig auch die 84 Außenhandelsstellen der Wirtschaftskammer Österreich, damit sich Zulieferer und Handelspartner in aller Welt ebenfalls auf die neue europäische Währung einstellen können".

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