Mühl antwortet auf Betriebsrats-Proteste

Der Aktionist in NEWS über seine Burgtheater-Lesung: "Beifall dieser Leute wäre für mich beleidigend"

Wien (OTS) - Der Maler und Aktionist Otto Mühl wendet sich in
einem NEWS-Interview scharf gegen die Proteste des Burgtheater-Betriebsrates gegen eine Mühl-Lesung am 11. Februar.

Mühl zu NEWS: "Das gefällt mir sogar. Der Beifall von solchen Leuten wäre für mich beleidigend. Das würde mir zeigen, daß ich auf der falschen Seite stehe. Man soll sie animieren, daß sie auch einen Umzug mit Fahnen machen! "Wir lassen uns das Burgtheater nicht verschmutzen, wir wollen trutzen". Man sollte den Bühnenarbeitern empfehlen, die Sache ein bißchen ernsthafter zu betreiben. Sie sind ja für unsere Kultur verantwortlich. Sie sollen den Haider hineinnehmen, ihre Stücke selber schreiben, das Burgtheater auflösen und ein Schwimmbad daraus machen oder einen Musikantenstadl. Der Moik wird Burgtheaterdirektor".

Mühl, der neben Briefen und Notizen aus dem Gefängnis auch ein satrisches Dramolett über seine Haftzeit zur Aufführung bringen wird, distanziert sich im News-Gespräch nochmals ausdrücklich von seiner Kommunenzeit und der Sexualität mit Jugendlichen. Vom Vorwurf der Unzucht mit Kindern fühle er sich nicht betroffen. "Ich bin dagegen, mit Kindern Sex zu haben. Meine "Opfer" waren vierzehn (was gesetzlich erlaubt ist). Nur eine war dreizehneinhalb. Die waren sexuell reif. Trotzdem distanziere ich mich von der Kommune und davon, mit Jugendlichen Sexualität gehabt zu haben, weil ich glaube, daß sie ihren Weg allein finden müssen.

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