Ärztekammer zu Gesundheitsförderung

Weintögl: "Möglichkeiten richtig nützen"

Wien (OTS) - Zum Gesundheitsförderungsgesetz, das vom Gesundheitsausschuß des Nationalrats beschlossen wurde, erklärte der Präsident der Ärztekammer Niederösterreich, MR Dr. Gerhard Weintögl, heute, Mittwoch, in einer ersten Stellungnahme: "Es ist positiv zu vermerken, daß nun jährlich 100 Millionen Schilling für Gesundheitsförderung, -aufklärung und Information bereitgestellt werden. Aber jetzt kommt es darauf an, daß die Mittel sinnvoll angewendet werden sollen."

Weintögl, der die Ärzteschaft im "Fonds Gesundes Österreich" vertritt, der diese Gelder verwaltet, warnte vor einer Aufblähung der Administration und zu hohen Verwaltungskosten. "Schließlich kommt dieses Geld vom Steuerzahler, der ein Recht darauf hat, daß die gesundheitspolitischen Ziele, die mit dem Gesundheitsförderungsgesetz verknüpft sind, erreicht werden."

Im Vordergrund stehe die Vorsorgemedizin, erklärte der Ärztekammerpräsident weiter. Von Experten der Österreichischen Ärztekammer sei wiederholt auf die Probleme auf dem Gebiet der Prävention hingewiesen worden. "Zu deren Lösung bedarf es mehr als bloßer Kampagnen", meinte Weintögl und wies als Beispiel auf die Mutter-Kind-Paß-Untersuchungen hin.

Weintögl: "Man sollte die Möglichkeiten nützen, einerseits die Mutter-Kind-Paß-Untersuchungen auszuweiten und andererseits etwas gegen den Rückgang zu unternehmen." Und: "Seit Jahren liegen
unsere Vorschläge zu Präventionsmaßnahmen auf dem Tisch. Man soll also nicht unnötig Zeit verlieren, sie endlich in die Tat umzusetzen." In Österreich stünden dazu zahlreiche niedergelassene Ärzte zur Verfügung, erklärte Weintögl abschließend. (Schluß)

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