Muzik: Anteil der älteren Arbeitslosen - wirklich kein Grund zum jubeln

Problemgruppen erfordern weiter höchste Aufmerksamkeit

St. Pölten, (SPI) - "Die jüngsten Arbeitslosenzahlen in Österreich sollten die Verantwortlichen wachrütteln - besonders die älteren Arbeitnehmer sind zum wiederholten Mal die Verlierern auf dem Arbeitsmarkt. Während die Situation der Lehrlinge sich Dank der Initiative von Bundeskanzler Viktor Klima und der Bundesregierung weiter entspannt, alarmieren die aktuellen Arbeitslosenzahlen der über 50jährigen. Wenn die Arbeitslosigkeit bei Menschen im Alter von 50 oder darüber österreichweit gegenüber dem Vorjahr wieder einen Anstieg von 12,1 Prozent (od. 5.922 Arbeitslose) zu verzeichnen hat, so ist anstatt wiederholter Jubelmeldungen höchster Handlungsbedarf angesagt", stellt heute SP-Labg. Hans Muzik fest.****

"Hier den Betroffenen zu erklären, daß sowieso alles eitle Wonne ist, entbehrt nicht einer gewissen Pikanterie. Auch die
Verbreitung ständiger Jubelmeldungen ändert nichts am Schicksal jener Menschen, welche 10 Jahre vor Ende ihres Arbeitslebens plötzlich auf der Straße stehen und mit dem Umstand konfrontiert werden, nicht mehr gebraucht zu werden. Es müssen sich auch die älteren Arbeitsuchenden darauf verlassen können, daß die Politik entsprechende Initiativen forciert und ihnen bei der Bewältigung ihres Schicksals hilft. Hier hilft nur ein gemeinsames Vorgehen aller Initiativen und Institutionen von Bund, Ländern und Gemeinden", so Muzik weiter.

"Hier könnten regionalübergreifende Kooperationen und Maßnahmen im Bereich der älteren Arbeitnehmer eine wirkungsvolle Abhilfe schaffen. So wäre die Schaffung eines Arbeitsmarktverbundes Ostregion - wie von Landeshauptmannstellvertreter Ernst Höger bereits angeregt - sicher eine gute Plattform, die vielen
regionalen und örtlichen Stiftungen, Initiativen und Verantwortlichen an einen Tisch zu bekommen, um dieser neuen Herausforderung der Arbeitslosigkeit der über 50jährigen zu begegnen. Weiters könnte eine schwerpunktmäßige Gestaltung der Wirtschaftsförderung für Unternehmen und Einrichtungen überlegt werden, welche speziell Arbeitsuchende dieser Altersgruppe einen neuen Job geben. Die doch positiv verlaufende Lehrlingsoffensive zeigt, daß mit gemeinsamen Anstrengungen viel bewegt und
geschaffen werden kann. Nun müssen sich auch die älteren Arbeitsuchenden darauf verlassen können, daß die Politik entsprechende Initiativen forciert und ihnen bei der Bewältigung ihres Schicksals hilft", schloß Muzik.
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