Formanek: "Ein Mann ein Wort, ein Präsident kein Wort!"

Klestils Doppelmoral im ,profil' offengelegt

Wien (OTS) - "Obwohl Bundespräsident Klestil versprochen hat, für seine Wiederwahl auf die Hilfe von politischen Parteien zu verzichten, ist sein Wahlkampfteam eine enge Kooperation mit der ÖVP eingegangen", erklärte heute der stellvertretende Wahlkampfleiter für Heide Schmidt, Nikolaus Formanek. "Aus einem Artikel des Nachrichtenmagazins ,profil' ist klar zu entnehmen, daß Klestil bei der Sammlung von Unterstützungserklärungen auf das Know-how und die tatkräftige Hilfe der ÖVP zählt."

Die Vorgangsweise des Präsidenten stehe somit klar im Widerspruch zu seiner öffentlichen Darstellung eines "parteiunabhängigen Kandidaten Klestil". Nachdem Klestil mit seiner Haltung zur Frage einer TV-Diskussion zwischen verfassungsrechtlich und demokratiepolitisch legitimierten Kandidaten durch eine Totalverweigerung seine Haltung klargemacht hat, werden durch die gemeinsamen Wahlkampfvorbereitungs- und Strategiesitzungen zwischen Klestil Wahlkampforganisation und der ÖVP die Doppelbödigkeit seiner ursprünglichen Aussagen offenbar.

"Die ganze Sache sollte die Bevölkerung aber nicht überraschen, denn Klestils Wahlversprechen 'Macht braucht Kontrolle' erlitt das gleiche Schicksal wie die Ankündigung einer parteiunabhängigen Kandidatur", ergänzte Formanek. "Während man sonst von dem Sprichwort 'Ein Mann,ein Wort' ausgeht, trifft auf Klestil eher zu: Ein Präsident, kein Wort."

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