Studie über Landwirtchaft und Schule

Große Akzeptanz bei Jugendlichen

St.Pölten (NLK) - Schüler und Lehrer präsentierten kürzlich in der Landwirtschaftlichen Fachschule Warth auf ansprechende und originelle Weise die Industrieviertler Ergebnisse einer
landesweiten Studie, die darüber Auskunft gibt, wie die landwirtschaftlichen Fach-schulen von außen beurteilt und welche Bedeutung und Zukunftsperspektiven der Land-wirtschaft eingeräumt werden. Zielgruppe der Fragebogenaktion, die von den SchülerIn-nen des zweiten Jahrganges der landwirtschaftlichen Fachschulen Niederösterreichs durchgeführt wurden, waren mehr als tausend 15-bis 17jährige Jugendliche im ländlichen Raum, die sich für eine nicht landwirtschaftliche Ausbildung entschieden haben.

Zu den Ergebnissen: Die Entscheidung über die Berufsausbildung wird zu einem über-wiegenden Teil (60,3 Prozent) von den Jugendlichen selbst bzw. gemeinsam mit den El-tern (35,5 Prozent) getroffen. 42,7 Prozent der Befragten leben in einer Familie mit land-wirtschaftlichem Besitz, knapp ein Zehntel beabsichtigt, die elterliche Landwirtschaft zu übernehmen. Drei Viertel sind davon überzeugt, daß Bauern eigenverantwortlich handeln können, ähnlich groß ist der Anteil jener, die ihnen brauchtumspflegerische, landschafts-gestaltende und nahrungssichernde Leistungen
zuerkennen (70 bis 87 Prozent). Aber nur 18,9 Prozent der
befragten Jugendlichen vertreten die Ansicht, daß Landwirte die gleichen Chancen wie andere Berufsgruppen vorfinden, und nicht einmal 30 Prozent meinen, daß die bäuerlichen Einkommen ihren Leistungen gerecht werden. Daß die Landwirtschaft in zehn Jahren keine Bedeutung mehr haben wird, glauben zwar nur 4,9 Prozent,
aber im-merhin mehr als 40 Prozent messen ihr nur geringe
Bedeutung bei, etwa gleich viele sa-gen ihr große Bedeutung
voraus.

Den landwirtschaftlichen Schulen selbst wird ein großartiges Zeugnis ausgestellt: Von den "meinungsforschenden" Schülern
bestens informiert, finden 78,9 Prozent der Befrag-ten die Zusammenstellung der Unterrichtsgegenstände gut bis sehr gut, gar 92,4 Prozent bewerten die Kombination von Theorie und Praxis mit
gut bis sehr gut. Auch das neue modulare Schulsystem mit individuellen Ausbildungsschwerpunkten findet bei rund drei
Viertel Zustimmung. Der Großteil gesteht den landwirtschaftlichen Fachschulen ienen gu-ten Ruf (mehr als 90 Prozent) und der Internatspflicht positiven Einfluß auf Teamfähigkeit, Selbstbewußtsein, Eigenständigkeit und Verantwortungsgefühl zu. Nur 46,4 Prozent der befragten Jugendlichen, die bereits eine
andere Ausbildung begonnen haben, könnten sich nicht vorstellen, eine landwirtschaftliche Schule zu besuchen.

Für Agrar-Landesrat Franz Blochberger bedeuten die Ergebnisse der Studie nicht nur eine Bestätigung, sondern auch einen klaren Auftrag, den eingeschlagenen Weg fortzu-setzen: "Besonders das große Interesse und die zustimmende Haltung zum neuen modu-laren Schulsystem beweisen, daß junge Menschen den Wert individueller Ausbildungs-schwerpunkte sehr wohl zu schätzen wissen. Unsere Schulen müssen diesem Faktum Rechnung tragen und sich verstärkt um ein attraktives, unverwechselbares und zukunfts-orientiertes
Profil bemühen."

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