Strasser fordert sofortigen Baustopp bei Semmering-Bahntunnel

Pro-Haltung der SP-NÖ gefährdet Nahverkehrsprojekte

Niederösterreich, 2.2.1998(NÖI) Einen sofortigen Baustopp
beim Semmering-Bahntunnel forderte heute LAbg. Dr. Ernst
Strasser. "Neben der ökologischen Bedrohung, der
Unfinanzierbarkeit und der verkehrspolitischen Unnotwendigkeit dieses Projektes gibt es nun auch Ungereimtheiten bei der Ausschreibung". Er fordert in diesem Zusammenhang die restlose rechtliche Aufklärung. "In der Zwischenzeit gibt es die Möglichkeit andere Projekte wie den Ausbau der S7 (Preßburger Bahn), den Ausbau der B3 bis Krems oder eine weitere
Taktverkürzung der Badener Bahn vorzuziehen", so Strasser zu jüngsten Medienberichten betreffend der Vorgänge rund um die Ausschreibung des Semmering-Bahntunnels. ****

Zt.:SP-NÖ: Gegen Nahverkehrsausbau - für Semmering-Bahntunnel

Strasser verlangt zudem von der SP-NÖ endlich ein klares Bekenntnis zum Ausbau des Nahverkehrs und gegen das 20-Milliarden-Projekt Semmering-Bahntunnel. "Die Sozialdemokraten
sind in Verkehrsfragen seit Monaten auf Tauchstation. Dem Befürworter Höger muß klar sein, daß der Semmering-Bahntunnel wichtige Nahverkehrsprojekte gefährdet. Die knappen
Budgetmittel müssen dort verwendet werden, wo sie tatsächlich gebraucht werden. 20 Milliarden Schilling für 20 Minuten Zeitersparnis für 300 Pendler, das rechnet sich nicht", so Strasser.

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