- 02.02.1998, 09:48:27
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Hohe Aktzeptanz für die österreichische Sozialversicherung
Verwaltungsaufwand wird stark überschätzt
Wien (OTS) - "Die Österreicher haben ein klares Bekenntnis zum
heimischen Sozialversicherungswesen abgelegt", freut sich Hans
Sallmutter, Präsident des österreichischen Hauptverbandes der
Sozialversicherungsträger am Montag anläßlich der Präsentation einer
IFES/Fessel-GfK Grundlagenstudie zur österreichischen
Sozialversicherung über die positiven Umfrageergebnisse.
Mehr als ein Fünftel der Österreicher wollen das
Versicherungssystem auf der Grundlage des Solidaritätsprinzipes
weiterführen. Das Umlageverfahren wird akzeptiert und zwei Drittel
der Befragten halten die dadurch begründete soziale Absicherung für
gut bzw. sehr gut, so Sallmutter.
"Die überwiegende Mehrheit der Österreicher ist der Meinung, daß
sich die österreichische Sozialversicherung seit Jahrzehnten bewährt
hat und in ihren Grundsätzen beibehalten werden sollte", führt
Sallmutter aus. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung sieht bei einer
Schwächung des Vertrauens in die soziale Absicherung unser gesamtes
demokratisches System in Frage gestellt, erläutert Sallmutter.
"Das Image der Sozialversicherung hat sich in einigen
Teilbereichen gravierend verbessert. Krankenkassen und
Pensionsversicherung werden heute von nicht einmal halb so vielen
Menschen als bürokratisch eingeschätzt, als das in einer
vergleichbaren Umfrage aus dem Jahr 1990 der Fall war", berichtet der
Präsident des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherung.
Die Mehrheit hält die Krankenkassen für sympathisch, hilfsbereit,
korrekt und verantwortungsbewußt, so Sallmutter weiter. Die
Leistungen der Krankenkassen würden als überaus positiv empfunden.
Auch nach der letzten Pensionsreform sieht die Mehrheit der
Österreicher keine Verschlechterung im Leistungsangebot der
Pensionsversicherung. Die Menschen empfinden die gesetzliche
Pensionversicherung einfach sicherer als eine Privatversicherung.
"Durch mediale Seitenhiebe, die oft auf schlichter
Uninformiertheit fußen, und gezielte Angriffe von Personen, die nur
ihre eigenen Interessen im Kopf haben, fressen sich gewisse
Vorurteile immer noch tief in die Köpfe der Bevölkerung", kritisiert
Sallmutter. "So denkt fast die Hälfte der Befragten, daß der
Verwaltungsaufwand bei der gesetzlichen Sozialversicherung höher ist
als jener bei privaten Vesicherungen. Tatsächlich macht der
Verwaltungsaufwand der gesetzlichen Sozialversicherung gerade 2,7
Prozent des Umsatzes aus. Die Privatversicherungen benötigen zwischen
15 und 20 Prozent ihres Umsatzes für ihren Verwaltungsaufwand",
erläutert Hans Sallmutter.
Rückfragehinweise: Mag. Andrea Rogy
Hauptverband der österreichischen
Sozialversicherungsträger
Tel.: 01/71132-1123
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