Hohe Aktzeptanz für die österreichische Sozialversicherung

Verwaltungsaufwand wird stark überschätzt

Wien (OTS) - "Die Österreicher haben ein klares Bekenntnis zum heimischen Sozialversicherungswesen abgelegt", freut sich Hans Sallmutter, Präsident des österreichischen Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger am Montag anläßlich der Präsentation einer IFES/Fessel-GfK Grundlagenstudie zur österreichischen Sozialversicherung über die positiven Umfrageergebnisse.

Mehr als ein Fünftel der Österreicher wollen das Versicherungssystem auf der Grundlage des Solidaritätsprinzipes weiterführen. Das Umlageverfahren wird akzeptiert und zwei Drittel der Befragten halten die dadurch begründete soziale Absicherung für gut bzw. sehr gut, so Sallmutter.

"Die überwiegende Mehrheit der Österreicher ist der Meinung, daß sich die österreichische Sozialversicherung seit Jahrzehnten bewährt hat und in ihren Grundsätzen beibehalten werden sollte", führt Sallmutter aus. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung sieht bei einer Schwächung des Vertrauens in die soziale Absicherung unser gesamtes demokratisches System in Frage gestellt, erläutert Sallmutter.

"Das Image der Sozialversicherung hat sich in einigen Teilbereichen gravierend verbessert. Krankenkassen und Pensionsversicherung werden heute von nicht einmal halb so vielen Menschen als bürokratisch eingeschätzt, als das in einer vergleichbaren Umfrage aus dem Jahr 1990 der Fall war", berichtet der Präsident des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherung. Die Mehrheit hält die Krankenkassen für sympathisch, hilfsbereit, korrekt und verantwortungsbewußt, so Sallmutter weiter. Die Leistungen der Krankenkassen würden als überaus positiv empfunden. Auch nach der letzten Pensionsreform sieht die Mehrheit der Österreicher keine Verschlechterung im Leistungsangebot der Pensionsversicherung. Die Menschen empfinden die gesetzliche Pensionversicherung einfach sicherer als eine Privatversicherung.

"Durch mediale Seitenhiebe, die oft auf schlichter Uninformiertheit fußen, und gezielte Angriffe von Personen, die nur ihre eigenen Interessen im Kopf haben, fressen sich gewisse Vorurteile immer noch tief in die Köpfe der Bevölkerung", kritisiert Sallmutter. "So denkt fast die Hälfte der Befragten, daß der Verwaltungsaufwand bei der gesetzlichen Sozialversicherung höher ist als jener bei privaten Vesicherungen. Tatsächlich macht der Verwaltungsaufwand der gesetzlichen Sozialversicherung gerade 2,7 Prozent des Umsatzes aus. Die Privatversicherungen benötigen zwischen 15 und 20 Prozent ihres Umsatzes für ihren Verwaltungsaufwand", erläutert Hans Sallmutter.

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Mag. Andrea Rogy
Hauptverband der österreichischen
Sozialversicherungsträger
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