Schirak: Unverständliches Verhalten der EU-Kommission

EU-Entscheid kann österreichische Betriebe und Arbeitsplätze gefährden

Wien (OTS) - "Ein unverständliches Verhalten der EU-Kommission, daß Betriebe und Arbeitsplätze in Österreich gefährdet", kommentiert Josef Schirak, stellvertretender Vorsteher des Bundesgremiums Fahrzeughandel, die vor wenigen Tagen über den Autokonzern VW verhängte Strafe von 1,4 Mrd S wegen Unterbindung des grenzüberschreitenden Autokaufs. Nicht die Verursacher der preislichen Irritationen am Markt würden zur Verantwortung gezogen, sondern jene, die unter Einsatz großer Mittel bemüht sind, die Vertriebsordnung im KFZ-Bereich aufrechtzuerhalten und damit auch eine lückenlose Versorgung der Konsumenten im Service- und Ersatzteilbereich gewährleisten.

Gerade der österreichische Fahrzeughandel, so Schirak, war ja vor allem in den Grenzregionen in der Zeit der schwachen italienischen Lira besonders betroffen. Der VW-Audikonzern habe in dieser heiklen Situation lediglich versucht, die Liefermengen an italienische Händler im Rahmen des langjährigen Durchschnitts zu halten und nicht viele tausend Autos mehr nach Italien zu liefern. Dort, wo das europäische Preisgefüge aufgrund einer schwachen Währungsposition verzerrt wird, ist es durchaus zulässig und korrekt, wenn ein Hersteller die Preise seiner Produkte an die niedrigen Preise der dort ansässigen Fahrzeughersteller anpaßt.

Selbsverständlich läge es im ureigensten Interesse der Fahrzeughersteller und auch der Handelsorganisationen, wenn europaweit mit flächendeckenden einheitlichen Werksabgabepreisen addiert werden könnte. Solange jedoch keine einheitliche Währung und die Angleichung der Steuersysteme durch die europäische Union geschaffen sei, "sollten die EU-Behörden froh sein, wenn sich Fahrzeughersteller und Vertriebsorganisationen bemühen, durch gezielte Maßnahmen irrwitzige Kreuz- und Queraktionen innerhalb einzelner Märkte mit entsprechend zusätzlichem Verkehrsaufkommmen zu verhindern", betont Schirak. "Solche Bemühungen mit Strafsanktionen in der vorliegenden Form zu belegen, stellt eine völlig unangemessene Überheblichkeit der Brüsseler Behörden dar", zeigt sich Schirak verärgert.

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