Journalistengewerkschaft kritisiert FPÖ-Inserat

Bauer: "Ungeheuerliche Diffamierung" eines Kollegen

Wien (OTS) - Als "ungheuerliche Diffamierung eines Kollegen" bezeichnet Franz C. Bauer, Präsident der Journalistengewerkschaft, ein Inserat der Freiheitlichen Partei in der heutigen "Presse" und der "Kleinen Zeitung". In dem Inserat wirft die FPÖ dem ORF-Mitarbeiter Robert Stoppacher tendenziöse Berichterstattung vor. Die Journalistengewerkschaft erblickt darin nicht nur eine Attacke auf den ORF-Mitarbeiter, sondern eine Rufschädigung, begangen an allen österreichischen Journalistinnen und Journalisten. Daß sich Zeitungen für die Veröffentlichung derartiger Inserate hergeben, sei bemerkenswert, meinte Bauer. Eine Inseratenkampagne, mit der offenbar einzelne Journalisten unter Druck gesetzt werden sollen, sei in der politischen Auseinandersetzung wohl einzigartig. Auch die Attacke auf die Frau Stoppachers erinnere ihn an längst vergangene Zeiten, die zahlreiche Journalisten in Konzentrationslagern verbrachten.

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Franz C. Bauer

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