Semmering-Basistunnel

St. Pölten (OTS) - Eine sofortige Offenlegung über alle bei der Errichtung des Probestollens für den Semmering-Basistunnel bzw. bei der Sanierung der Wassereinbrüche verwendeten Baustoffe und sonstigen Materialien forderte heute der freiheitliche Landesrat Hans Jörg Schimanek von den Verantwortlichen der HL-AG.

"Solange die HL-AG nicht das Gegenteil beweist, besteht der dringende Verdacht, daß bei den Bauarbeiten für den Probestollen zur Sanierung der Wassereinbruchsstellen jener Zweikomponenten-Kleber 'Rhoca-Sil' verwendet wurde, der beim Bau zweier mittlerweile eingestellter Tunnelvorhaben zu einer Umweltkatastrophe geführt hat!", stellte Schimanek fest.

Wie in den letzten Tagen bekanntgeworden ist, war es beim Bau zweier Eisenbahntunnels in Schweden und Norwegen - so wie im Probestollen für den Semmering-Basistunnel - zu massiven Grundwassereinbrüchen gekommen. Die Sanierungsversuche mit "Rhoca-Sil" hatten zur Folge, daß Grundwasserströme und Trinkwasserquellen verseucht wurden, ganze Rinderherden notgeschlachtet werden mußten und rund 160 Arbeiter mit schweren gesundheitlichen Langzeitschäden zu rechnen haben.

Schimanek abschließend: "Wenn die HL-AG nicht binnen 24 Stunden sämtliche Akten auf den Tisch legt, ist Umweltminister Bartenstein aufgerufen, sofort alle zu Gebote stehenden gesetzlichen Maßnahmen gegen die Tunnelbauer zu ergreifen!"

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Tel.: 02742/200-3701LR Hans Jörg Schimanek

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