Finanzminister brüskiert Tourismuswirtschaft

Milliardeninvestitionen in die Qualitätsverbesserung führen zu mehr Energieverbrauch - Kampf der Diskriminierung

Wien (PWK) - Österreichs Tourismuswirtschaft sieht sich seit
Jahren auf dem Energiesektor diskriminiert. Ein Vorstoß der Bundessektion Tourismus zur Entschärfung dieser nachteiligen Situation wurde kürzlich von Finanzminister Rudolf Edlinger neuerlich abgelehnt. ****

Anläßlich einer Wirtschaftstagung erteilte Edlinger dem Wunsch der Tourismusunternehmen nach Gleichbehandlung mit den Produktionsbetrieben in Gewerbe und Industrie und nach einer entsprechenden Novelle des Energieabgabenvergütungsgesetzes eine glatte Absage. Er sehe, wie er auf Anfrage sagte, vor dem Jahr 2000 keinen Anlaß, eine Änderung bei der Energieabgabenvergütung herbeizuführen. Die Regelung, keine "Deckelung" für die Tourismusbetriebe vorzusehen, sei von seinem Vorgänger getroffen worden. Wenn die Regelung auch vielleicht ungerecht sei, so sei er doch nicht bereit, vor der nächsten Steuerreform eine Korrektur vorzunehmen.

"Damit wird die ungerechte Behandlung der energieintensiven Tourismusbetriebe beibehalten. Unsere Betriebe, die bekanntlich in vielen Bereichen mit hohen Kosten und ungünstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu kämpfen haben, werden neuerlich vor den Kopf gestoßen. Diese völlig unverständliche Haltung des Finanzministers kann vom Tourismus nicht hingenommen werden", betont Bundessektionsobmann Komm.Rat Hansjörg Kröll.

Erst dieser Tage, anläßlich der Tourismusbörse "atb" in Wien, wurde von mehreren Seiten darauf hingewiesen, daß der heimische Tourismus nicht zuletzt dank der massiven Investitionen in die Qualitätsverbesserung - rund zehn Milliarden Schilling im abgelaufenen Jahr - wieder optmistischer in die Zukunft blicken könne. Allerdings führten die Milliardeninvestitonen naturgemäß zu einem höheren Energeiverbrauch. "Höhere Qualität bedeutet mehr Energie", stellt Kröll unmißverständlich fest.

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