"Der Euro kommt- was bleibt zu tun?" Franz Fischler: "EURO beschleunigt Steuerharmonisierung"

Brüsse/Wien (OTS) - In dem ausgeteilten Redemanuskript (Rede nicht gehalten, da keine Starterlaubnis für Flugzeuge wegen schlechter Witterung in Brüssel) zeigte sich EU-Kommissar Franz Fischler anläßlich seines geplanten Schlußvortrages des ORF-Symposiums zum Thema "EURO" erfreut über die stark zugenommene wirtschaftliche Konvergenz unter den Mitgliedstaaten und die positive Haltung der Bevölkerung zur Einführung der gemeinsamen Währung. Dies sei jedoch kein Grund, "nach der Einführung des EURO einfach zur Tagesordnung überzugehen" so Fischler, vielmehr gelte es nun, die Feinabstimmung zur Vollendung des Binnenmarktes anzugehen, um wirklich von den Vorteilen einer Wirtschafts- und Währungsunion profitieren zu können.

Fischler ging dabei auf die Notwendigkeit zur Harmonisierung der Verbrauchssteuern ein, "denn ohne diese begleitenden Schritte könne der EURO seinen vollen Nutzen gar nicht erst entfalten" so der Kommissar. "Daher hat die Forderung absolut ihre Berechtigung, die Unterschiede in den verschiedenen Verbrauchssteuersätzen zu verringern und so wettbewerbsverzerrende Effekte zu vermeiden." so Fischler. In Zukunft kann man mit einer stärkeren Konvergenz der Mehrwertsteuersätze rechnen, welche letztlich auch dem Konsumenten beim Preisvergleich in EURO zugute kommen wird.

Abschließend erklärte der EU-Kommissar in seinem Manuskript, daß für die beitrittswerbenden Staaten aus Mittel- und Osteuropa die gleichen Konvergenzkriterien für den Beitritt zur WWU gelten werden wie sie heute schon die Mitgliedstaaten erreichen müssen. Durch ihren Beitritt zur Union übernehmen sie automatisch den "gemeinsamen Besitzstand" des EU-Rechts und unterliegen somit den gleichen Startbedingungen (Frühwarnsystem, Konvergenzprogramm, Behandlung im Rat der Wirtschafts- und Finanzminister) für die Teilnahme am EURO.

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