SVB-Generalversammlung - 28 Milliarden Schilling für Bauern

Wien (OTS) - Gestern fand die Sitzung der Generalversammlung der Sozialversicherungsanstalt der Bauern, dem höchsten Entscheidungsgremium der SVB statt, welches Versicherungsvertreter aus ganz Österreich bilden. Dabei wurden die Zielsetzungen für das Jahr 1998 festgelegt und das Budget beschlossen, welches von Generaldirektor Dr. Kandlhofer vorgestellt wurde. Das Leistungsvolumen der bäuerlichen Sozialversicherung in der Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung erreicht heuer 28 Milliarden Schilling.

Verbesserungen für die Versicherten gibt es durch die Erhöhung der Pensionen und Unfallrenten. Ausgleichszulagenbezieher erhalten durch die mit 1. Jänner 1997 verminderte Anrechnung der Ausgedingsleistung nun deutlich mehr Ausgleichszulage. Die neue Krankenscheinregelung bei der Abrechnung der ärztlcihen Hilfe wirkt sich im SVB-Budget bereits kostendämpfend aus.

Hostasch: "Sozialversicherung ist ein Grundpfeiler unserer Demokratie"

Bundesministerin Hostasch legte als Gast in ihrem Referat vor den Versichertenvertretern der SVB ein klares Bekenntnis zur Beschäftigungspolitik, dem Generationenvertrag und dem Umlageverfahren ab. Diese drei Elemente sind für unser Sozialsystem unverzichtbar: "Schließlich stellt ein geordneter funktionierender, aber auch ein gerecht empfundener Sozialstaat die Grundlage für Sicherheit, Stabilität und Demokratie dar."

Die Ministerin betonte, daß sie daher keinesfalls von einem so bewährten System der sozialen Sicherheit, wie dem unseren, abrücken werde. Allerdings seien laufend Korrekturen notwendig, so wie diese mit der Pensionsreform auch jüngst vollzogen worden sind. Die Veränderungsprozesse rechtzeitig, aber auch mit sozialer Ausgewogenheit zu gestalten, müsse das Ziel einer verantwortungsvollen Sozialpolitik sein.

Donabauer: "Keine weiteren Belastungen für Bauern"

SVB-Obmann Abg.z.NR Karl Donabauer stellte in seinem Bericht fest, daß die Bauern den Sparkurs der Bundesregierung 1997 sehr wohl mitgetragen haben. Die Pensionsreform hat zwar eine Reihe von Entlastungen gebracht, die es den Bauern ermöglichen, die neue schwere Beitragsbelastung ab 1. Jänner 1998 zu verkraften. Nun sind aber Grenzen der Belastbarkeit erreicht. Auch darf nicht vergessen werden, daß die Aufhebung der beitragsfreien Mitversicherung für zahlreiche Bauernfamilien den Verlust eines Rechtes bedeutet, auch wenn Übergangsbestimmungen das Entstehen allzu großer Härten verhindern.

Der Obmann betont aber, daß nunmehr die Umsetzung wichtigster Maßnahmen anstehe. Dazu zählt die Neuordnung der bäuerlichen Unfallversicherung: "Es geht nicht an, daß Bauern zur Verbesserung ihrer Einkommenssituation gezwungen sind, Erwerbskombinationen einzugehen. Für diese Erwerbstätigkeiten, wie z.B. Urlaub am Bauernhof oder Schneeräumung, besteht aber kein Unfallversicherungsschutz." Auch eine verbesserte Rentenhöhe sowie Sofortmaßnahmen nach einem Unfall - wie eine qualifizierte Betriebshilfe - sind das Ziel. Der Sozialausschuß der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern Österreichs hat bereits vor Monaten klare und bedarfsorientierte Ziele zu diesem Thema formuliert.

Zur Finanzierung stellte Obmann Donabauer fest, daß diese Veränderungen mit Umschichtungen erreicht werden können und dazu kein Schilling mehr Beitrag vom Versicherten und auch keine zusätzlichen Bundesmittel benötigt werden. Donabauer abschließend: "Was wir brauchen, ist eine rasche Umsetzung, um den bäuerlichen Familien endlich auch in diesen Bereichen einen vollen Unfallversicherungsschutz bieten zu können."

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Irmgard Faltner
Tel.: 01/79706/2312

Sozialversicherungsanstalt der Bauern

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