SJ-Chef Pichler: "SP-Programm muß neue Antworten finden und geben, ohne sich von den Grundwerten zu entfernen."

"Nicht alte Ideen über Bord werfen sondern ihnen neue Kraft geben!"

Wien (OTS) - Der Vorsitzende der Sozialistischen Jugend
Österreich, Robert Pichler, nahm heute Donnerstag zur Diskussion rund um das neue Parteiprogramm der Sozialdemokratischen Partei Stellung.

"Das neue Parteiprogramm muß auf jetzt vorherrschende gesellschaftliche Rahmenbedingungen, wie beispielsweise die sogenannte Globalisierung sowie die aufkommenden Fragen nach den Auswirkungen von neuen Technologien auf die Gesellschaft, Antworten geben", so der SJ-Chef.

"Ein neues Programm zu entwerfen darf allerdings nicht heißen, mit "muß" Grundsätze der Sozialdemokratie, die auf die Geschichte der Arbeiter- und Arbeiterinnenbewegung, nicht nur unseres Landes aufgebaut ist, über Bord zu werfen. Die Veränderung der Gesellschaft bis hin zur Erreichung der klassenlosen Gesellschaft muß für die Sozialdemokratie nach wie vor das oberste Ziel sein", so Pichler weiter.

"Die Verschiebung des Programmparteitages auf Oktober ist ein klares Zeichen, daß die Bundespartei sowie auch ihr Geschäftsführer, die Stärke des Widerstands der Parteibasis gegnüber einer Verwässerung des Programms in die Richtung von "New Labour-Blairismus" zu spüren bekommen haben und diesen Rechnung tragen mußten", meint der SJ-Chef.

"Die Sozialistische Jugend Österreich wird sich auf allen Ebenen der Organisation an der Diskussion über den Entwurf der Programmgruppe beteiligen, und auf diesem Weg versuchen, alten aber nach wie vor guten und aktuell-notwendigen Forderungen bzw. Ideen neue Kraft zu geben.

"Sollte sich aber herausstellen, daß diese Diskussion über ein neues Programm nicht zum Ziele einer Positionsfindung initiert wurde, sondern lediglich um die Zeit bis zum Programmparteitag im Oktober zu überbrücken, dann wird sich die Sozialistische Jugend Schritte überlegen, um dieser Vorgangsweise entgegenzuwirken. Dies könnte auch in Richtung einer Forderung nach einer "Urabstimmung über das Parteiprogramm gehen", schloß Pichler.

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