Grüne Kritik an bevorstehenden Tariferhöhungen der Verkehrsverbünde NÖ und Burgenland

Weinzinger: "PendlerInnensituation dadurch weiter verschärft."

Wien (OTS) - Scharfe Kritik an der bevorstehenden Erhöhung der Bahntarife in den Verkehrsverbünden Niederösterreich/Burgenland und im Verkehrsverbund Südburgenland übte heute Brigid Weinzinger, Grün-Kandidatin für die NÖ-Landtagswahlen. "Dadurch wird die Situation der Pendlerinnen und Pendler auf dieser Strecke weiter verschärft. Die finanzielle Mehrbelastung ist nicht mehr tragbar," kritisiert Weinzinger. "Das Umsteigen auf "Öffis" wird immer unattraktiver", betont die Grünpolitikerin und verweist auf die dramatisch wachsende Zahl an Pendlern, die für ihren Arbeitsweg den Pkw benutzen. "Zwischen 1989 und 1994 ist die Zahl der Bezirkseinpendler um etwa 24 Prozent gestiegen, die Zahl der Bezirksauspendler sogar um circa 31 Prozent", zitiert Weinzinger aus dem von den Grünen erarbeiteten NÖ-Lebensqualitätskataster. "Bereits mehr als 80 % der NiederösterreicherInnen, die ihren Wohnbezirk verlassen, um zum Arbeitsplatz zu gelangen, wählen - mangels öffentlicher Alternativen - den Individualverkehr", stellt die Grünpolitikerin weiter fest. Laut ÖSTAT entfallen auf 1.000 Niederösterreicher bereits jetzt 527 Kraftfahrzeuge. Dem Niederösterreichischen Landesverkehrskonzept zufolge, das heute Abend in St. Pölten vorgestellt wird, bleibt diese Tendenz auch in den kommenden Jahren ungebrochen.

"Die fehlende Attraktivität der öffentlichen Verkehrsmittel, zu lange Intervalle und Fahrzeiten, laufende Preissteigerungen bei gleichbleibend relativ schlechter Versorgung der Fahrgäste werden kaum einen Pendler dazu bewegen, vom Kfz auf den öffentlichen Verkehr umzusteigen," kritisiert Weinzinger und fordert eine umfassende Tarifreform sowie eine finanzielle Entlastung der BerufspendlerInnen.

Im Einzelkartenbereich erhöht sich der Tarif bei den Verkehrsverbünden NÖ/Bgld. und Südburgenland um durchschnittlich fünf Prozent, bei den Zeitkarten um sechs bis acht Prozent.

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