Liberales Forum: "Wiener Wohnen" soll eigenständiges Unternehmen werden

Privatisierung der Wiener Wohnhausverwaltung

Wien (OTS) "Wenn eine private Hausverwaltung nicht zur Zufriedenheit der Bewohner arbeitet, wird sie von diesen abbestellt", erklärte heute die liberale Wohnbausprecherin Mag. Michaela Hack. Sie muß daher rasch und effizient auf alle Kundewünsche eingehen, im Interesse der Bewohner wirtschaften und sich durch modernes Kundeservice am Markt gegen andere behaupten.

"Die durch Rechnungshof und Unternehmensberatung aufgezeigten Mängel und nachgewiesenen Fehlleistungen der städtischen Wohnhausverwaltung haben zwar zu einer Umstrukturierung und verbesserten Schulung der MitarbeiterInnen innerhalb des Betriebes geführt, die Umwandlung in ein betriebswirtschaftlich geführtes eigenständiges Unternehmen erfolgt jedoch nicht", kritisierte Hack. Auch der Rechnungshof hat in seinem Bericht das veraltete unwirtschaftliche Rechnungswesen scharf kritisiert und eine mehrjährige Erfolgsrechnung zur Ermittlung des Betriebsergebnisses mit entsprechendem Cotrolling eingefordert.

Die Privatisierung der städtischen Wohnhausverwaltung würde auch die ständige parteipolitisch motivierten Interventionen verhindern, die der Rechnungshof sehr lapidar mit "Beeinträchtigung der Erreichung des Betriebszieles durch Auswirkungen des politischen Umfeldes bei Entscheidungen und Vorgangsweisen" bezeichnet.

Allein die in den Jahren 1992 bis 1996 vorgenommen "Umschuldungen" von Landeshypothekardarlehen in der Höhe von 2,9 Milliarden Schlilling ergibt eine höhere Zinsbelastung von rund 3,4 Milliarden Schilling und somit eine Erhöhung des Gesamttilgungsvolumens für die Mieter von 4 auf über 6 Millirden Schilling.

Diese Umschuldungen wurden zur Kapitalbeschaffung für die extrem hohen Sanierungskosten von vorwiegend drei Gemeindewohnhausanlagen verwendet. In der Rennbahnsiedlung, in der Per-Albin-Hanson-Siedlung und in der Mitterhofgasse 2 ist die Qualtität der Bausubstanz so schlecht, daß bereits nach 15 Jahren allein für die Rennbahnsiedlung eine halbe Milliarde Schilling für die Sanierung aufgewendet werden muß. Trotzdem hat es die Wohnhausverwaltung verabsäumt, kostendeckende Erhaltungsbeiträge von den Mietern auf Grund von "politisch vorgegebenen Bewirtschaftungsrichtlinien" einzuheben.

"Ergebnis ist nun, daß bei jenen Häusern, bei denen die Darlehen umgeschuldet - das heißt - verlängert wurden, neue Mieter entsprechend höhere Fremdmittelzinsen zu zahlen haben", kritisierte Hack. Der Eingriff in bestehende Verträge, der sonst so scharf von SPÖ kritisiert wird, wurde bei diesen Umschuldungen sogar per Gesetz zum System gemacht.

Diese und andere im Rechnungshofbericht erwähnten "politischen Eingriffe" seien Erbgut einer SPÖ-Wohnungspolitik, die auf Intervention und Parteibuch aufgebaut wurde, so Hack.

"Ich fordere die Koalition auf, die Wiener Wohnhausverwaltung vom Würgegriff der SPÖ zu befreien und sie als eigenständiges modernes Unternehmen im Sinne der Bewohner agieren zu lassen," so Hack abschließend.

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