MAIER : FALSCHE ZAHLEN BEI PRÖLL-PROKOP-INITIATIVE

Minimalbeitrag des Lands, falsche Zahlen sollen Erfolg vortäuschen

St. Pölten (SPI) Gerade für einen Waldviertler, der weiß wie ernst und wichtig der Kampf um jeden einzelnen Arbeitsplatz für
die Menschen in Niederösterreich ist, ist es besonders
schmerzhaft, wenn menschliche Schicksale zu Randnotizen der Medienmaschinerie der Volkspartei werden und mit falschen Zahlen angebliche Erfolge vorgetäuscht und vereinnahmt werden, wie dies bei der Pröll-Prokop-Beschäftigungsinitiative der Fall ist, stellte Donnerstag SPÖ-Landtagsabgeordneter Hans Maier klar.
"Nicht 200 Jobs wurden seit Herbst für die über 50jährigen geschaffen, sondern ganze 67. Die ‘leichte’ Aufrundung um 133 Menschen, was der Belegschaft eines mittleren Unternehmens entspricht, zeigt den Zynismus im Umgang mit den älteren Arbeitslosen, den die ÖVP an den Tag legt", kritisierte Maier.

Die "Initiative 50" läuft als beispielgebende und
vorbildliche Aktion des AMS-NÖ seit 1994. Von 1. Jänner 1997 bis 27. Jänner 1998 wurden insgesamt 241 Jobs vermittelt. "Seit dem Ausrufen der großen Pröll-Prokop-Initiative im Herbst wurde insgesamt 67 über 50jährigen zu einer Beschäftigung verholfen -beginnend mit 1. September 1997 bis heute", stellte der SPÖ-Landtagsabgeordnete klar. Allein für 1998 kostet die Beschäftigungsinitiative 50 insgesamt rund 45 Millionen Schilling, wobei das Land ganze 2,3 Millionen zuschießt - und die Aktion für sich zu vereinnahmen versucht. Zirka 24 Millionen kommen vom AMS-NÖ, knappe 18 Millionen aus der Eigenerwirtschaftung. "Daß diese Aktion wichtig und richtig ist, steht ausser Streit, nur gebührt die Ehre dem AMS-NÖ und nicht dem angeblichen Erfolg der Pröll-Prokop-Initiative", hob Maier hervor.

Die Mittel des AMS kommen aus der Arbeitslosenversicherung, werden also von den Arbeitnehmern selbst bezahlt, die im AMS-NÖ einen hervorragenden Partner haben, der im Interesse der Beschäftigungssuchenden immer wieder bis ans Limit seiner Möglichkeiten geht, erinnerte der SPÖ-Abgeordnete. "Während manche seit Jahren konsequent um jeden einzelnen Arbeitsplatz kämpfen, setzen andere lieber auf gezielte Fehlinformation", warnte Maier abschließend die Arbeitnehmer Niederösterreichs.
(Schluß)nk/ns

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