NEUHUBER: VERWALTUNGSMODERNISIERUNG DURCH NEW PUBLIC MANAGEMENT

Besser Pannen verhindern, statt im Nachhinein untersuchen

Wien (ÖVP-Klub) - Die Modernisierung der städtischen Ver-
waltung durch Bürokratieabbau, Vereinfachung der Abläufe und korrektes Beschaffungswesen ist unabdingbar für die Entwicklung unserer Stadt, erklärte ÖVP-Gemeinderat Mag. Alexander Neuhuber
in der heutigen Sitzung des Wiener Gemeinderates. "Nur weil
Wasser fließt und Müll abtransportiert wird, heißt das nicht, daß wir uns nicht fragen dürfen, was wir an der Verwaltung verbessern können." *****

Die Unflexibilität der Verwaltung führt nicht nur zu Frustra-tionen bei heimischen Bürgern und Wirtschaftstreibenden, sie schreckt auch ausländische Investoren ab. "Wenn wir die Wettbe-werbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Wien erleichtern wol-
len, müssen wir das Verwaltungsmanagent verbessern. Das daß Be-schaffungswesen verbesserungsfähig ist, haben wir erst jüngst
am Fall Teleges gesehen. Wenn das Kontrollamt in diesem Zusam-menhang von Vernachlässigung elementarer Kontrollpflichten
spricht, zeigt das, wie nötig Verbesserungen im Management
sind", stellte Neuhuber fest.

An die Adresse von Grün-Klubobmann Chorherr meinte Neuhuber:
"Besser ist es, das Stadtmanagement von vornherein zu verbes-
sern, statt im Nachhinein, wenn wieder etwas passiert ist,
einen Untersuchungsausschuß alsArbeitsbeschaffung für Ihren arbeitslosen Kollegen Pilz einzusetzen."

Als Beispiel für moderne Verwaltung nannte Neuhuber das "new
public management" in Neuseeland, das auf drei Säulen ruht: dem Einbau von Führungkonzepten aus der Privatwirtschaft, dem
Splitting der monolithischen Verwaltungsblöcke in überschaubare Bereiche und der Einführung von Markt- und Wettbewerbsregeln.
Als Nutzanwendung für Wien ergibt sich:

1. Begrenzung der Aufgaben: Was von Privaten erledigt werden
kann, soll von ihnen auch erledigt werden.
2. Kostenmanagement: Einführung von Budgetierung, Kontrolling
und Berichtswesen, Kostentransparenz und Kostenwahrheit.
3. Steigerung der Produktqualität: Vor jedem Gesetzesbeschluß
ist die Notwendigkeit der Regulierung zu hinterfragen und
dafür zu sorgen, daß die Gesetzesmaterie leicht lesbar ist.
4. Kunden- und Serviceorientierung: Der Bürger ist nicht Bittsteller, sondern Kunde und Partner.
5. Einbindung der Mitarbeiter: Alle Konzepte können nur funktionieren, wenn die Beamten eingebunden werden.

"Innsbruck macht das schon", stellte Neuhuber fest, "und hat
dabei nicht nur Erfolge erzielt, sondern auch noch 100 Millio-
nen Schilling eingespart. Die Beispiel aus dem In- und Ausland zeigen, daß es keinen Grund gibt, vor der Verwaltungsreform zu kapitulieren. Voraussetzung ist freilich, daß alle Parteien -
auch die SPÖ - die Notwendigkeit von Reformen erkennen und den Willen haben, sie umzusetzen. Die Volkspartei wird mit Nach-
druck für die Reformen eintreten."

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