Gewerbeverein: ORF ist nicht Herrn Douchas Machtspielzeug!

Wien (OTS) - Einleitend - so der Österreichische Gewerbeverein in einer heutigen Aussendung - muß klargestellt werden, daß weder die Herren Doucha, noch GI Zeiler die Eigentümer des ORF sind oder dessen laufende Aufwendungen bezahlen.

Letztere kommen noch immer von den Hörern und Sehern und aus der Werbewirtschaft - nicht aus der Politik.

In diesem Sinne war es auch sinnvoll, daß GI Zeiler anläßlich seines Amtsantritts die Bedingung stellte, die sozialistischen Betriebsratskaiser Doucha und Genossen in die Wüste zu schicken.

Den beiden Hauptbetroffenen wurde dies noch dazu gehörig materiell versüßt.

Zwischenzeitlich - und schon vor ihrem unfreiwilligen Austritt -hatten die Betroffenen versucht ihr wahres Seelenheil bei einem vor 30.000 Jahren verblichenen Guru-Geist nahe Seattle wiederzufinden. Herr Doucha leckte seine Wunden als Macher einer mysteriösen sprituellen Vereinigung. Kontemplative Machtentsagung durfte trotz aller "guten Geister" Herr Doucha nicht erfahren.

Er selbst entschlüpfte seiner zentimeterdicken sozialistischen Haut und trat urplötzlich als freiheitlicher ORF-Kurator auf. Jeder Mensch kann ja wohl seine politische Meinung wechseln: Insbesondere zum Ausleben seiner Rachegelüste. Politik und Macht sind stärker als Geister.

Nach einer Umfrage des angesehenen Linzer "market"-Meinungsforschungsinstituts waren letzten Sommer 69 Prozent der Österreicher bereit, ihre Rundfunkgebühren zu begleichen, wenn der ORF dafür seinem Bildungs- und Informationsauftrag nachkommt.

Das heißt aber auch, daß er endlich vom politischen Machtspiel befreit wird. Ob man zur Wahrung des ORF-Bildungs- und Informationsauftrags tatsächlich einen neofreiheitlichen Kurator braucht, der an - vor 30.000 Jahren verblichene - Geister glaubt, ist mehr als fraglich.

Rückfragheinweis: Österreichischer Gewerbeverein

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OGV/OTS