Tennis-Profi Horst Skoff gewinnt Millionen-Prozeß gegen die ATP in den USA

Vorausmeldung zu News Nr. 5/98 (29.1.1998)

Wien (OTS) - Der österreichische Tennis-Profi Horst Skoff, 29, hat dieser Tage vor einem öffentlichen Gericht in Fort Lauderdale, Florida, einen Prozeß gegen die ATP gewonnen. Das meldet das österreichische Nachrichtenmagazin News in seiner morgen erscheinenden Ausgabe. Der Streitwert des Prozesses wurde von den amerikanischen Anwälten Skoffs mit 10 Millionen Dollar beziffert. Skoff hatte die Klage gegen die ATP angestrengt, nachdem er im Vorjahr in einem geheimen Prozeß wegen "Mißachtung der ATP-Regeln" zu einer lebenslangen Sperre verurteilt war.

Ausgangspunkt der Affaire war ein Dopingtest des Spielers beim Turnier im belgischen Oostende gewesen: Skoff hatte den Test ordnungsgemäß absolviert. Unmittelbar danach war die ATP neuerlich an ihn herangetreten, einen weiteren Test zu absolvieren. Die Begründung: "Zu wenig Urin". In der Gerichtsverhandlung stellte sich heraus, daß die Urinprobe von der ATP verschlampt worden war. Skoff hatte nach seinem Spiel auf der Tennisanlage für die neuerliche Urinprobe eine halbe Stunde lang gewartet. Dann war er, um sein Flugzeug nach Wien nicht zu versäumen, gegangen.

Die ATP legte Skoff, der schon häufig und immer negativ auf Doping getestet worden war, dieses Verhalten als Mißachtung aus und verhängte die lebenslange Sperre. Richter John T. Luzzo verurteilte jetzt im Gerichtssaal von Fort Lauderdale das Vorgehen der ATP als "völlig ungerechtfertigt, selbstherrlich und unter Mißachtung von mindestens 20 Paragraphen ihrer eigenen Regeln."

Skoffs Anwälte überlegen jetzt bereits eine neuerliche Klage in einer Größenordnung von 30 Millionen Dollar.

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