DER "VATER DER DEZENTRALISIERUNG" IST TOT

Heinrich A. Heinz starb im 78. Lebensjahr

Wien (ÖVP-Klub) - "Citykaiser", "Herr des Ringes", waren
nur einige der zahlreichen Ehrentitel, unter denen der ehema-
lige Bezirksvorsteher der Wiener Innenstadt, Techn. Rat Ing. Heinrich A. Heinz bekannt war. Heute Früh verstarb der allseits beliebte Wiener Kommunalpolitiker nach langer Krankheit im 78. Lebensjahr. *****

Heinrich A. Heinz - das A. stand für Anton - wurde am 19.
Oktober 1920 in Wien geboren. Nach der Matura am TGM im Jahr
1939 wurde er zum Arbeitsdienst und anschließend zum Wehrdienst eingezogen. Erst nach der Befreiung der Heimat und der Wieder-erlangung des Friedens konnte er 1945 an der Karl-Franzens-Universität in Graz mit dem Studium der Psychologie beginnen,
das er jedoch schon nach drei Jahren aufgab, um sich als Auto-mobilkaufmann selbständig zu machen. 1960 wurde Heinz Gerichts-sachverständiger beim Handelsgericht Wien, im folgenden Jahr
wurde er in den Österreichischen-Automobil-Treuhänder-Verband berufen, dessen Geschäftsführer er schließlich wurde. Im Jahr 1976 erhielt er den Berufstitel Technischer Rat.

Schon früh begann das politische Interesse von Heinrich A.
Heinz: Im Jahr 1934 trat er Jung Vaterland bei, 1936 dem Katholischen Studentenbund. Überdies gehörte er der Studen-tenverbindung "Gral zu Wien" im MKV an.

Im Jahr 1953 wurde Heinz Mitglied des Wirtschaftsbundes, 1964
wurde er Bezirksrat der Österreichischen Volkspartei in der
Inneren Stadt. Von 1968 bis 1987 war er Bezirksvorsteher.

Die joviale Art von Heinrich A. Heinz machte ihn schnell popu-
lär. Berühmt wurde Heinz jedoch durch die mit viel Fingerspit-zengefühl betriebene Zurückdrängung der Prostitution aus der Innenstadt, die erst die Grundlage für das Aufblühen der heute weltweit gerühmten Beisl-Kultur in der Wiener Innenstadt war. Beruflich dem Automobilismus verbunden, wußte Heinz um den Wert einer gesunden Umwelt. Unter diesem Aspekt sah er sein Eintre-
ten für die Schaffung einer Fußgängerzone im Herzen der Stadt.

Heinz war einer der ersten, der auf die Mitsprache der Bürger
in der Politik setzte. Die Durchführung von Bürgerbefragungen, Bürgerbegehren und Bürgerabstimmungen in der Bezirkspolitik war ihm ein besonderes Anliegen. Folgerichtig wurde er zum Motor
der Dezentralisierung, deren erste große Welle ans Ende seiner Amtszeit fällt.

Sein Nachfolger, BV Dr. Richard Schmitz, erklärte in einer
ersten Stellungnahme: "Heinrich A. Heinz war ein liebenswerter Mensch und ein hervorragender Politiker mit einem unglaublichen Feingefühl für die Anliegen der Bürger - in jeder Hinsicht ein Vorbild für jeden Kommunalpolitiker. Mit Heinrich A. Heinz hat
die Innere Stadt nicht nur eine ihrer markantesten Persönlich-keiten verloren, es ist auch der Vater der Dezentralisierung
von uns gegangen."

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