Chile: Erfolgreiche Wirtschaft mit großen Investitionschancen

Maderthaner empfängt chilenischen Wirtschaftsminister - Chiles Wirtschaftswachstum durch Asienkrise nicht gebremst

Wien (PWK) - Chile ist derzeit der wirtschaftlich erfolgreichste Staat Lateinamerikas. Die österreichischen Exporte in diese Großregion stiegen heuer in den ersten drei Quartalen um 48 Prozent auf 7 Mrd Schilling an. Kontinuierlich nehmen auch die Lieferungen nach Chile zu. "1997 stiegen diese um rund 65 Prozent", berichtet der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Leopold Maderthaner, beim Empfang einer hochrangigen chilenischen Wirtschaftsdelegation unter Führung des Wirtschaftsministers Oskar Landerretche. Da Chile in Österreichs Außenhandel jedoch immer noch weit unterrepräsentiert ist, lud die WKÖ österreichische Firmen zu einem Chile-Länderseminar, um auf die zahlreichen Geschäftsmöglichkeiten aufmerksam zu machen. ****

Besonders bei Investitionen hat Österreich starken Nachholbedarf. Direktinvestitionen sind aber auch notwendig, um die Exporte weiter ausbauen und langfristig absichern zu können, erinnerte Maderthaner.

Besonders gute Investitionschancen ergeben sich in Chile dadurch, daß sich die auf Rohstoffe (Bergbau, Forstwirtschaft, Fischerei, Früchte) spezialisierte Wirtschaft zunehmend in Richtung verarbeitende Industrie entwickelt, und dafür auch Gelder aus dem Ausland notwendig sind.

Auf spezielle Investitionsmöglichkeiten wurden die zahlreichen österreichischen Unternehmen, die gestern bei dem Seminar im Haus der Wirtschaft in Wien teilnahmen, genauso aufmerksam gemacht wie auf die stabilen Rahmenbedingungen und das dynamische Wirtschaftswachstum Chiles, das in den letzten zehn Jahren durchschnittlich 6 Prozent betrug. Am Donnerstag, den 29. Jänner, wird das Länderseminar "Chile" mit der chilenischen Delegation auch in Salzburg stattfinden.

Ein Ausbau der österreichischen Exporte nach Chile sollte in den nächsten Jahren vor allem durch Lieferungen in den Sektoren Infrastruktur und Umweltschutz möglich sein, schätzt Walter Höfle, Lateinamerika-Experte in der Wirtschaftskammer Österreich. Traditionell liefert Österreich derzeit hauptsächlich Maschinen und Anlagen aber auch Metallwaren, Papier und Pappe sowie pharmazeutische Produkte, Bekleidung und Textilien nach Chile. Während die österreichischen Lieferungen 1997 kräftig zulegten, verzeichneten die Importe aus Chile in den ersten drei Quartalen einen Rückgang um 6,3 Prozent. Einfuhrwaren sind hauptsächlich Produkte der anorganischen Chemie, Früchte, Fische sowie Kupfer, bei dem Chile über die weltweit größten Ressourcen verfügt.

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Dr. Walter Höfle

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