Tourismus kritisiert laufende Erhöhung der Energiekosten

Buemberger: "Rahmenbedingungen stimmen nicht" - "Höchster Handlungsbedarf gegeben"

Wien (PWK) - Die Energieaufwendungen im Tourismus betrugen 1996 bereits rund sieben Milliarden Schilling. Dies ergeben jüngste Hochrechnungen der Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Österreich. ****

Wie die Untersuchungen des Reihenvergleichs im Gastgewerbe zeigen, steigen die Energiekosten laufend an. Betrugen die Energieaufwendungen im Jahr 1993 noch 3,4 Prozent der Erlöse, so stiegen sie im Jahr 1995 bereits auf 5,4 Prozent der Erlöse an. Qualitätsverbesserung, höherer Komfort und mehr Freizeiteinrichtungen für die Gäste verursachen immer höhere Energiekosten.

Leider wurde dieser Trend noch verschlimmert, als der Fiskus ab Juni 1996 Strom und Erdgas zusätzlich mit einer Steuer belastete. Die Steuer auf Strom in Höhe von zehn Groschen je Kilowatt und von 60 Groschen je Kubikmeter Erdgas führte für die energieintensiven Tourismusbetriebe zu einer weiteren Verteuerung.

Die Bundessektion Tourismus fordert die Regierung dringend auf, endlich eine Novelle des Energiesteuervergütungsgesetzes unter Berücksichtigung der energieintensiven Betriebe des Tourismus zu beschließen. "Es kann nicht weiter hingenommen werden, daß es für Hotelbetriebe, Restaurants, Betriebe von Hallenbädern und Saunas keine Deckelungsregelung wie im Gewerbe und in der Industrie gibt", betont der stellvertretende Bundessektionsobmann Reinhard Buemberger. "Hier ist eine wesentliche steuerliche Schlechterstellung des Tourismus gegeben, die Rahmenbedingungen stimmen nicht".

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Syndikus Dr. Paul Schimka
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