LH Pröll gibt den Startpfiff zum NÖ Verfahrensexpreß

Ziel: 80 Prozent der Verfahren in drei Monaten abwickeln

St.Pölten (NLK) - Als weiteren Schritt zur Steigerung der Attraktivität des Standortes Niederösterreich wurde heute von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Landesrat Ernest Gabmann und Niederösterreichs Wirtschaftskammerpräsident Ing. Peter Reinbacher nach einer Pressekonferenz der NÖ Verfahrensexpreß vor Vertretern der Bezirkshauptmannschaften, des Arbeitsinspektorates, von Wirtschaftsuniversität, Wirtschaftskammer und hohen Beamten des Amtes der NÖ Landesregierung präsentiert.

Landesamtsdirektor Hofrat Dr. Karl Kern wies in seiner
Eröffnung darauf hin, daß sich das Amt der NÖ Landesregierung als Vorreiter in Sachen Bürgerservice, Kundenorientierung und schlanke Verwaltung versteht. Das beste Zeichen für diesen Geist der serviceorientierten Dienstleistung sei, daß zwei Drittel der Meldungen bei dem 1996 begonnenen Wettbewerb "Schlankere
Verwaltung" von Mitarbeitern stammten und die Vereinfachung von Gewerbeordnung und -verfahren betrafen.

Der Leiter der Verwaltungsinnovation, Hofrat Dipl.Ing. Wolfgang Weber, präzisierte die Rolle der Behörde als Vermittler eines Interessensausgleiches zwischen Planern, Antragstellern und
Bürgern und stellte die Eckdaten aus den Pilotprojekten in Amstetten und Baden vor: So mußten 55 Prozent der Antragsteller, die keine Beratung in Anspruch nahmen, Projektunterlagen ergänzen, während es bei beratenen Antragstellern nur 19 Prozent sind. Mit entsprechenden Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit und Organisation wie Vereinfachung der Zeitvorgaben, Verfahrensmonitoring, Kennzahlen, Vorprüfungs-Checklisten und
einem einheitlichen Vorgehen bei unvollständigen Unterlagen soll das Ziel erreicht werden, 80 Prozent der Verfahren in drei Monaten zu erledigen.

Landesrat Gabmann zeigte sich hocherfreut über diesen eigenständigen Weg in Richtung Bürokratieabbau und offensives Zukunftsengagement. Bei einer durchschnittlichen Produkt-Lebensdauer von vier bis fünf Jahren ist neben High-Tech immer
mehr auch High-Speed gefragt. Die Pilotprojekte in engster Kooperation zwischen Wirtschaft und Verwaltung hätten bewiesen, daß es im wirtschaftspolitischen Klima darum gehe, in Europa schneller und besser zu sein.

Der Präsident der Wirtschaftskammer NÖ, Reinbacher, forderte Schnelligkeit und Rechtssicherheit in den Verfahren, um Produktionskosten senken und Arbeitsplätze sichern zu können. An Landeshauptmann Pröll übergab er ein Pfeiferl, das dieser benützen solle, wann immer der NÖ Verfahrensexpreß ins Stocken zu geraten drohe.
Landeshauptmann Pröll gab dann damit auch den Startpfiff, zeigte sich aber zuversichtlich, daß man das Ziel erreichen und daher das Pfeiferl nicht mehr verwenden müsse. Beim NÖ Verfahrensexpreß gehe es nicht nur um rationelle Verwaltung, sondern um das Gewinnen des internationalen Wettbewerbs. "Heute konkurrieren nicht mehr Betriebe, sondern Standorte. Eine gute Standortpolitik ist einer
der wichtigsten Faktoren im Arbeitsplatz-Management", führte der Landeshauptmann aus. Durch die geänderte Förderungskulisse verliert der Faktor Geld hinter dem Faktor Zeit immer mehr an Bedeutung. Er freue sich, so schloß Landeshauptmann Pröll, daß die vorliegenden Ergebnisse so eindeutig und klar seien und förmlich eine Ausweitung auf das gesamte Bundesland erzwingen.

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