Pröll und Gabmann präsentierten NÖ Verfahrensexpreß:

80 Prozent der Verfahren in drei Monaten erledigen

St.Pölten (NLK) - "Um den Wirtschaftsstandort Niederösterreich
zu stärken, müssen wir Unternehmern ein Service mit wenig Bürokratie bieten, sodaß die Behördenverfah-ren raschest abgewickelt werden können", betonte heute Landeshauptmann Dr.
Erwin Pröll bei der Präsentation des sogenannten NÖ Verfahrensexpresses. Beim Verfah-rensexpreß gibt es für jeden Antragsteller innerhalb von drei Monaten einen Antrag, ein
Verfahren und einen Bescheid. Der Verfahrensexpreß wurde im Rahmen eines Pilotversuches in den Bezirkshauptmannschaften Amstetten und Baden getestet und ist äußerst erfolgreich verlaufen. "In Baden sind 84 Prozent und in Amstetten 89 Pro-zent der Verfahren
innerhalb von drei Monaten erledigt worden", betonte Pröll. Nun würde der Verfahrensexpreß in allen Bezirkshauptmannschaften durchgeführt. Pröll: " Unser Ziel ist, innerhalb von drei Monaten 80 Prozent der Verfahren abzuwickeln". Die niederösterreichische Landesverwaltung verstehe sich als modernes Dienstleistungs-unternehmen und nicht als Behörde im "alten Sinn." Pröll:
"Standortpolitik bedeutet heute vor allem Arbeitsplatzmanagement".

Landesrat Ernest Gabmann meinte, Voraussetzung für einen attraktiven Wirt-schaftsstandort Niederösterreich sei vor allem, daß man schneller sei als die Behör-den in anderen Bundesländern. Positive Beispiele in der Verfahrensabwicklung seien
beispielsweise die Firma Semperit und das Verpackungsunternehmen Welpa im Mar-garethen am Moos. "Nur wenn die Verwaltung gut funktioniert, herrscht ein unterneh-merfreundlicheres Klima." Auch bei Betriebsansiedelungen biete das Land ein hervor-ragendes Service. In Niederösterreich würden Wirtschaft und Verwaltung hervorra-gend zusammenarbeiten.

Natürlich wird es in den Bezirkshauptmannschaften auch begleitende Maßnahmen zur schnelleren und unbürokratischen Abwicklung geben: Die Beratungen werden vertieft und die Antragsteller im voraus informiert, sodaß es keinen Zeitverlust
bei der Bearbeitung gibt. Außerdem werden unter anderem die Bausprechtage öfter abgehal-ten und die Verfahrensabläufe für die Bürger transparenter gemacht. Voraussetzung für den "Verfahrensexpreß": Die Gemeinden müssen die Baurechtskompetenzen an die Bezirkshauptmannschaften übertragen. 40 Prozent der Gemeinden haben dies bereits getan.

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2172Niederösterreichische Landesregierung

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK