Güterbeförderung: vernünftige Sachlösung gefragt

Fachverband kritisiert "Panikreaktion" zu laufender Debatte

Wien (PWK) - Die in der internationale Straßentransportunion (IRU) und in der EU-Kommission in Brüssel laufenden Diskussionen über eine Neuordnung der Wochenend- und Feiertagsfahrverbote in Europa, haben nach Meinung der Güterbeförderer zu "voreiligen Reaktionen einiger Politiker und Insitutionen" geführt. "Offenbar werden manche leicht nervös, wenn sie von LKW-Gummirädern hören," stellt der Geschäftsführer des Fachverbandes Güterbeförderung, Rudolf-Christian Bauer, fest. ****

Eine Neuordnung der Wochenend- und Feiertagsfahrverbote wäre aus Sicht des Fachverbandes sehr sinnvoll. Es sei nicht einzusehen, warum ein LKW-Fahrer im grenzüberschreitenden Güterfernverkehr wegen unterschiedlicher Fahrverbotsregelungen das Wochenende nicht zu Hause bei seiner Familie verbringen kann. "Bei unseren Überlegungen stehen soziale Erwägungen im Vordergrund und nicht, wie die Arbeiterkammer behauptet, das Gewinnstreben einzelner Transporteure. Es müßte auch der Arbeiterkammer bekannt sein, daß das Wirtschaftsleben insbesondere am Sonntag ruht und es daher auch keine Transportnotwendigkeiten gibt," meint Bauer.

Vernünftige Verkehrspolitik beinhalte auch das Recht, über Neuerungen öffentlich nachdenken zu dürfen, ohne daß diese von "versteinerten Politikern" heruntergemacht würden. Eine Analyse der Situation könne durchaus auch ergeben, daß die bestehenden Regelungen auf gewachsene Strukturen Rücksicht nehmen und so bleiben sollen wie sie sind.

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Mag. Rudolf Bauer
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Wirtschaftskammer Österreich

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