Gold und Silber im Badener Beethovenhaus

Ausstellung über Operettenkomponisten

St.Pölten (NLK) - Am kommenden Freitag, 30. Jänner, um 18.30
Uhr wird im "Haus der Neunten", dem Beethovenhaus in Baden, die heurige Jahresausstellung "Gold und Silber in Baden" eröffnet.
Sie ist den Operettenkomponisten Carl Zeller, Franz Lehar und Emmerich Kalman gewidmet. Sie gibt einen Einblick in das Wirken
der drei Komponisten, zeigt aber auch den Aufstieg der Stadt Baden zur Operettenstadt. Neben Fotos, Programmen, Bildern von Schauspielern und Dokumenten wird man auch Kostüme von berühmten Schauspielerinnen und Schauspielern sehen können. Auch Original-Notenmaterial wird gezeigt.

Schon um die Mitte des 18. Jahrhunderts hatte man begonnen, in Baden regelmäßig Theater zu spielen. In Baden wurden kurze Zeit nach Wiener Uraufführungen große Bühnenerfolge Wiens nachgespielt. Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es ein eigenes Theatergebäude und eine "Kurmusik". Zusätzlich zum Stadttheater wurde 1865 für den Sommerbetrieb ein Freilufttheater aus Holz erbaut. 1908 wurde das von den bekannten Theaterarchitekten Helmer
& Fellner errichtete "Jubiläums-Stadttheater" eröffnet. 1906 wurde auch die Sommerarena neu gebaut. Um die Mittel dafür bereitzustellen, wurde das Kultursponsoring "erfunden": Auf dem Vorhang fand sich Werbung für "Wolfs Feigenkaffee", ein Möbelgeschäft und einen Miedersalon. Das Musik- und Theatergeschehen in Baden florierte, berühmte Künstler der Wiener Bühnen gastierten hier und erprobten neue Rollen. Für die nach dem Tod von Karl Komzak freigewordene Stelle eines Badener Musikdirektors bewarb sich auch Franz Lehar. Dieser dirigierte später ebenso wie Ziehrer, Kalman und Granichstädten eigene Werke. Auch später, als die Operette vielfach für tot erklärt wurde, blieb Baden dieser Musiksparte treu und hatte damit weiterhin Erfolg.

Die Ausstellung ist vom 30. Jänner bis Jahresende jeweils Dienstag bis Freitag von 16 bis 18 Uhr sowie Samstag, Sonntag und Feiertag von 9 bis 11 Uhr und von 16 bis 18 Uhr geöffnet.

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