MAGNA INTERNATIONAL: ''Steyr-Daimler-Puch wird positiv gesehen''

Aurora (Ontario) (OTS/EURONET) - Die schon angekündigte Absicht
des kanadischen international tätigen Autozulieferers Magna International Inc. (Börse Toronto: MG.A und MG.B; Börse Montreal:
MG.A; NYSE: MGA), 66,8 Prozent Aktienanteil der österreichischen Steyr-Daimler-Puch AG (''SDP'') und 50 Prozent der Steyr-Daimler-Puch Fahrzeugtechnik co. KG (''SFT'') von der österreichischen Creditanstalt AG zu übernehmen und den ebenfalls schon angekündigten Fonds für Venture-Kapital zu schaffen, ist positiv aufgenommen worden. Die Firma hat am 23.Januar hierzu in einer neuen Pressemeldung näheres über den Stand der Dinge mitgeteilt.++++

Demnach laufen Verhandlungen und Gespräche mit Kunden von SDP und SFT, den Gewerkschaften, dem Betriebsrat und dem Vorstand, wobei sich Magna durch deren sämtlich positiven Reaktionen ermutigt fühlt. Diese Zustimmung bestätigt sowohl die strategische Bedeutung als auch die Wahl des richtigen Zeitpunkts für die Transaktion. Sie bedarf noch aufsichtsbehördlicher Genehmigungen und der Zustimmung des Aufsichts-bzw. Verwaltungsrates.

Die Übernahme erweitert die Sachkunde von Magna in der Gesamtauslegung von Fahrzeugen erheblich. Als Resultat aus dieser einzigartigen Fähigkeit im Verein mit Produktion und gesamter Endmontage wird Magna verstärkt die Möglichkeit erlangen, ein strategisches Ziel voranzubringen, nämlich ''Nischen''-Fahrzeuge zu montieren, insbesondere für die internationalen Autohersteller.

Was diese einzigartige Möglichkeit konkret bedeutet, wird an den bestehenden Verträgen ablesbar, nämlich die Allrad-Kfz der G- und E-Klasse der Mercedes Benz AG und den Jeep Grand Cherokee von Chrysler endzumontieren, ebenso an der 49prozentigen Magna-Beteiligung an der Firma Eurostar Automobilwerk GmbH & Co. KG des Chrysler-Konzerns. Diese montiert die Minivans von Chrysler für den europäischen Markt.

Wie Magna zugleich weiter mitteilte, hat sie ihre schon angekündigte Kapitalgesellschaft für Risiko-Kapital gegründet. Alimentiert werden wird diese Neufirma aus einem Teil der Gewinne aus dem Verkauf des europäischen Magna-Geschäftsbereichs Lenkräder/Airbags an den Konzern TRW; dieser Verkauf kam im Geschäftsjahr 1997 zustande.

Wie im Geschäftsbericht von Magna für 1997 mitgeteilt, wird der Geschäftszweck der Neufirma darin bestehen, Beteiligungsmöglichkeiten aufzuspüren und auszuloten, namentlich in Sektoren ausserhalb der Autozulieferung.

Dr.Frank Stronach, Vorsitzender des Board of Directors von Magna, hat bei den europäischen Übernahmen wesentlich mitgewirkt und wird bei der Beurteilung in Frage kommender Projekte für die Venture-Tochter mitwirken. Dadurch kann sich der Konzernvorstand von Magna voll allein darauf konzentrieren, das Kerngeschäft des Konzerns - Entwicklung und Erweiterung in der Autozulieferung - zu forcieren.

Wie bei Fonds für Risiko-Kapital üblich, wird jede etwaige Investition umfassend von sachkundigen Begutachtern geprüft werden, bevor an ein Projekt selbst herangegangen wird.

Bisher wurde nur eine Zusage von rund fünf Millionen kan. Dollar verbindlich erteilt. Dieses Projekt liegt noch im Sektor Kfz-Produktion; ein anderer institutioneller Investor ist dabei ebenfalls verbindlich eingestiegen. Mehrere weitere wurden abgelehnt.

Dr.Stronach nahm auch zu Presseberichten aus jüngster Zeit Stellung, die wissen wollen, dass Magna sich an dem Projekt eines Motiv-Freizeitparks in Österreich beteiligen werde. Dazu wörtlich:
''Das Motivparkt-Projekt wird eben erst angedacht. Es wird mehrere Monate dauern, bis Machbarkeit, eigentliche Geschäftsplanungen und sonstige Überlegungen fertig sein werden, und erst danach kann eine endgültige Analyse angestellt werden. Und auch erst dann würde dem Board of Directors das Ganze formell unterbreitet werden.

Unter Annahme der Zustimmung würde Magna dann auch nur gemeinsam mit anderen Investoren auf Basis einer realen Projektfinanzierung und/oder über eine gesonderte börsengängige Gesellschaft vorgehen, die eigens für dieses Projekt zu gründen wäre . Die Beteiligung von Magna an der Gesellschaft für Risiko-Kapital wird auf derartige nicht mit dem Autobereich zusammenhängende Beteiligungen begrenzt bleiben.''

Magna ist weitweit einer der bedeutendsten und am weitesten diversifizierten Autozulieferer. Der Konzern entwirft, entwickelt und produziert Kfz-Systeme, Montagen und Bauelemente und beliefert Hersteller von Pkw und leichten Lkw und Nutzfahrzeugen in Nordamerika, Mexiko und Europa. Zur Produktpalette gehören Aussenverzierungen, Erzeugnisse für den Innenausbau wie Sitzsysteme, Türen- und andere Auskleidungen, Systeme zur Geräuschdämpfung, Schweiss- und Pressteile aus Metall und Vormontagen, Sonnendä cher, elektro-mechanische Anlagen und Vormontagen, diverse Elemente für Motor, Getriebe, Betankung und Kühlung sowie eine Vielzahl von Teilen aus Kunststoff, darunter Karosserieverblendungen und Kühlergrills.

Magna beschäftigt in 134 Fabriken und 27 Entwicklungs- und Techniklabors in elf Ländern mehr als 39.000 Mitarbeiter. (SCHLUSS)

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