Kurzbauer: Tiertransporte nunmehr vollständig rechtlich geregelt

Niederösterreich, 23.1.98 (NÖI) In seiner Rede vor dem Nationalrat nahm der VP-Parlamentarier Johann Kurzbauer auf die Tiertransportgesetze Bezug: "Bereits seit Jahren laufen intensive Bemühungen, für Tiertransporte entsprechende gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Mit dem bereits beschlossenen Tiertransportgesetz-Eisenbahn, die heute beschlossen werden,
finden diese Bestrebungen ihren Abschluß", erläuterte Kurzbauer.****

Ausdrücklich wandte sich der Mandatar gegen eine Pauschal-Verurteilung beim Tiertransport: "Tausende Stück Zuchtvieh, die Jahr für Jahr von Österreich aus in ferne Ländern ohne irgendwelche Beanstandungen exportiert werden, sind der lebende Beweis dafür. Und Kurzbauer weiter: "Auch im neuen Tiertransportgesetz-Eisenbahn sind genaue Bestimmungen über Zulässigkeit und Durchführung solcher Transporte, über Verlade-und Entladevorrichtungen, Betreuung der Tiere sowie Fütterungs-
und Tränkezeiten enthalten. Vor dem Transport müssen in Hinkunft Beförderungspapiere ausgestellt werden, die Transportdauer darf 6 Stunden nicht überschreiten", erläuterte der Parlamentarier.

"Außerdem wurden von der Präsidentenkonferenz noch eine Reihe von Verbesserungsvorschlägen in Brüssel eingebracht", wußte Kurzbauer zu berichten. Sie beinhalten die Bevorzugung von Fleischexporten gegenüber Lebendtierexporten, Exporterstattung nur bei Einhaltung aller Tierschutzbestimmungen und auch nur dann,
wenn die Tiere gesund am Bestimmungsort angekommen sind. An den europäischen Schlachthöfen sollen die für den Islam notwendigen Schlachtmethoden künftig erlaubt werden.

"Weiters stellte Kurzbauer fest, daß für den Zuchtvieh-Exportbereich mit der Bahn noch zusätzlich Maßnahmen getroffen werden müßten. "Er gehört attraktiver gestaltet, denn immerhin dauert ein Viehtransport nach Italien - beispielsweise von Zwettl nach Udine - auf der Schiene doppelt so lange wie auf der Straße", gab Kurzbauer abschließend zu bedenken.
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