Kinder- und Jugendanwaltschaftsbericht: Wiener Liberale fordern ein Existenzminimum für Kinder

Bolena: "Senkung des Wahlalters ist weiterer zentraler Punkt des KJA Berichts"

Wien (OTS) Anläßlich der heutigen Debatte unterstrich die liberale Abgeordnete Mag. Alexandra Bolena die Bedeutung der Kinder- und Jungendanwaltschaft (KJA): "Dieser Einrichtung, die als Lobby für Kinder anzusehen ist und die sich bewußt im Sinn der Kinder und Jugendlichen einsetzt, sollte mehr Beachtung geschenkt werden."

Zwei interessante Aspekte des Berichtes strich die liberale Abgeordnete hervor: Erstens, daß eine Reihe von Experten in dem Bericht zitiert werden, die auf kommunaler Ebene eine Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre einfordern. Zweitens die Tatsache, daß die KJA die Meinung vertritt, daß im Bereich Familienförderung weder der derzeit diskutierte steuerliche Absetzbetrag, noch ein Kinderbetreuungsscheck - zwei Steckenpferde der Konservativen - dazu beitragen können, die Kinderarmut zu verhindern.

"Die KJA setz sich dafür ein, daß ein Existenzminimum für Kinder garantiert wird. Dies ist ein Anliegen, daß auch die Liberalen seit Jahren verfolgen, und auch ein fertig ausgearbeitetes Modell vorgestellt haben. Auch die Senkung des Wahlalters auf kommunaler Ebene ist Bestandteil des liberalen Programms," so die liberale Abgeordnete.

Bedauerlich sei der Befund der KJA, daß mißbrauchte, therapiewillige Kinder - die Zahl der Hilfesuchenden hat sich im letzten Jahr um 58% erhöht - zum Teil nicht einmal mehr auf die Wartelisten für Therapien aufgenommen werden können. "Zwar wurde im letzten Jahr eine 11 Millionen schwere 'Gewaltkampagne' - in Wahrheit eine Imagekampagne für die MA11 - finanziert. Für die tatsächliche Hilfe all jener, die motiviert durch die Kampagne nun aber Hilfe suchen, gibt es kein Geld. Die Frage nach der Verhältnismäßigkeit muß sich die zuständige Stadträtin Laska wohl gefallen lassen", so Bolena.

Im Übrigen sei es mehr als eigenartig, daß zwar 11 Millionen Schilling allein für eine Kampagne zur Verfügung stünden, die KJA selbst aber mit einem Jahresbudget von 367.000 Schilling das Auslangen finden müsse. "Die Erhöhung des Etats von 1997 auf 1998 um exakt 7000 Schilling kann eigentlich nur als Hohn betrachtet werden", so die liberale Abgeordnete abschließend.

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