Doppelt so hohes Unfallrisiko für Kinder beim Freizeit-Skilauf

Ski-Sicherheitstraining für Schulkinder

Wien (OTS) - Für viele Jugendliche bedeuten die bevorstehenden Semesterferien auch Skiurlaub und Skifahren. Gleichzeitig erhöht sich die Zahl der Skiunfälle: Jährlich verletzen sich mehr als 17.000 Kinder bei Skiunfällen auf Österreichs Pisten. Etwa 15.000 davon in der Freizeit und rund 2.000 im Rahmen von Schulveranstaltungen. Das Unfallrisiko für Kinder ist beim Freizeitskilauf doppelt so hoch wie bei Skiveranstaltungen, die
von der Schule organisiert werden. Gemeinsam mit der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt und dem Institut "Sicher Leben" hat das Bundesministerium für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten
nun ein Sicherheitstrainings-Programm für Ski-Kids ausgearbeitet, das in verschiedenen Skiregionen Österreichs stattfindet. *****

Schüler dieser Region bzw. Schüler, die sich dort auf Wintersportwoche befinden, erhalten dabei in etwa zwei Stunden
eine realistischere Selbsteinschätzung und eine sicherere Verhaltensweise beim Skifahren. Jeder Teilnehmer erhält eine Lifttageskarte kostenlos.

Direkt auf der Piste werden von eigens dafür eingeschulten Betreuern folgende Stationen aufgebaut, um die Fähigkeiten und das Wissen der Skifahrer im Bereich Sicherheit zu erhöhen:
* Hindernisstrecke: Die Kinder fahren über Bodenwellen und um Hindernisse. So können die Ski-Kids ihre Geschicklichkeit testen und ihre eigenen Fähigkeiten beurteilen.
* Schuss mit Zielbremsung: Auf einer abgesteckten kurzen Strecke sollen die Kids schussfahren und eine möglichst genaue
Zielbremsung durchführen. Geschult werden Selbsteinschätzung und Notstopp. Als besondere Attraktion für die Teilnehmer wird die
Zeit gemessen.
* Schautafeln: Auf attraktiv gestalteten, bunten Schautafeln sind die wichtigsten Verhaltensregeln für Skifahrer abgebildet (z.B. der Blick nach oben vor dem Anfahren, das richtige Rasten etc.).
Im Rahmen eines entsprechenden Frage-Antwort-Spiels können die
Kids ihr Wissen in Bezug auf Pistenregeln überprüfen.
* Verschüttetensuche: Ein ausgebildeter Skitourenführer demonstriert den Kindern eine Verschüttetensuche. Dazu wird ein Verschüttetensuchgerät vergraben, das gemeinsam gefunden und ausgegraben wird. Darüber hinaus erhalten die Kids wichtige Informationen über ds Verhalten im alpinen Gelände.
* Erste Hilfe: In einem "Erste-Hilfe-Übungsgarten" werden typische Skiunfälle mit einer lebensgroßen Puppe nachgestellt. Ein Arzt gibt Anleitungen zum richtigen Absichern von Unfallstellen, zum richtigen Lagern von Verletzten, zur Schockbekämpfung und Bergung bzw. zum Abtransport von schwer Verletzten.
In den nächsten Wochen findet das Sicherheitsprogramm in folgenden Skiregionen statt:
Annaberg: Reidllifte, 12.2 - 13.2 1998
Katschberg: Piste Freiberg, 2.3 - 5.3 1998
Zell / Ziller: Übungslift, 11.3 - 13.3 1998
Hinterglemm: Unterschwarzachlift, 16.3 - 17.3.1998
Schladming: Planai, Märchenwiese, 16.3 - 19.3.1998
Saalbach: Turmlift, 18.3 - 20.3.1998
Spital /Phyrn -Wurzeralm: Linzerhauslift, 23.3 - 26.3.1998
Warth & Schröcken: Steffi's Alpbahn, 1.4 - 2.4.1998

Interessenten können sich im Unterrichtsministerium, Tel. 01/53120-2238 DW, OR Ing. Mag. Ewald Bauer, anmelden.
(Schluss)

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