Antidrogenkonzept für Niederösterreich in Ausarbeitung

Land stellt 50 Millionen für Suchthilfe bereit

St.Pölten (NLK) - Die Eckpfeiler des niederösterreichischen Antidrogenkonzeptes, das für die Jahre 1998 bis 2000 gelten soll und im Frühjahr zur Gänze fertig sein wird, wurden gestern von Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop im Jugendtreff
"Waggon" in Mödling präsentiert. Anlaß dafür: Der "Waggon", die Parade-Jugendberatungsstelle Niederösterreich, wurde vom Psychosozialen Gesundheitszentrum, dem bisherigen Vereinsträger,
an "Tender", einem Verein für Jugendarbeit, übergeben. "Das Antidrogenkonzept wird neue Akzente und Projekte in der Suchtvorbeugung, eine Verbesserung der Suchtberatung, Neuerungen
in der Suchtbehandlung und die genaue finanzielle Unterstützung
des Landes beinhalten", erklärte Prokop. Alle Maßnahmen zielen auf Suchtvorbeugung und Primärpräventation ab: Kinder und Jugendliche sollen durch eine positive Lebenseinstellung vor einer Drogenanfälligkeit geschützt werden. Prokop: "Da immer mehr Jugendliche bereits im Alter von 14 Jahren erstmals in Kontakt mit Drogen kommen, sollen die Aktivitäten bereits im Kindergarten und in der Volksschule beginnen." Außerdem sei geplant, Streetworker einzusetzen und das "Check in", wo Tabletten bei Events kostenlos klinisch untersucht werden, in Niederösterreich zu erproben. Vorgestellt wurde auch der Kartonschieber "Blickpunkt Drogen", der einen sachlichen Überblick und eine Basisinformation über Drogen gibt.
Das Land Niederösterreich wendet für die Suchthilfe jährlich rund 50 Millionen Schilling auf. Für neue Projekte und Maßnahmen werden 1998 zusätzlich 3 Millionen Schilling bereitgestellt. Auch aus dem 100 Millionen Schilling-Topf des Gesundheitsministeriums werden einige Millionen erwartet.
Wie nötig eine kompetente Jugendberatung sei, zeige sich am Beispiel "Waggon", betonte Prokop. Immerhin würden täglich 50 bis 80 Jugendliche die Beratungsstelle aufsuchen. Im "Waggon" werden Jugendliche und Eltern bei Problemen in Familien, Schule oder
Beruf genauso beraten wie bei Drogenproblemen oder persönlichen Schwierigkeiten. Finanziert wird der Beratungsstellewaggon vom
Land Niederösterreich, der Stadt Mödling und dem Arbeitsmarktservice Niederösterreich.

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